00:00:00: Hey, ich freue mich dass du da bist.
00:00:05: Herzlich willkommen!
00:00:07: Ich möchte dich heute in eine ganz kurze Folge aber sehr sehr wichtige Folge mitnehmen denn ich höre von meinen Klienten und Klientinnen immer wieder Dinge in die Richtung.
00:00:20: Ah, ich spüre gar nicht so viel.
00:00:22: Oh, ich habe das Gefühl...ich beobachte mich irgendwie mehr als dass ich wirklich dabei bin.
00:00:30: Ah, ich bekomme gar nicht so richtig mit was passiert.
00:00:34: Was ich eigentlich erlebe beim Sex und und und das gibt da jetzt noch gäbe dann auch ein paar mehr Sätze in diese Richtung.
00:00:42: Und wenn du dich auch manchmal so fühlst dass du vielleicht vielleicht entweder zu viel fühlste oder zu wenig Oder dich manchmal gar nichts vielleicht so richtig hineingeben kannst und manchmal aber vielleicht auch viel zuviel In deinen... Ich sag' jetzt mal Moment versinkst oder wenn du dich vielleicht auch fragst, verliere ich mich eigentlich schon?
00:01:04: Oder bin ich noch so ganz bei mir?
00:01:09: Bin ich achtsam oder bin ich überhaupt bewusst?
00:01:12: Ja all das können so Dinge sein die dich beschäftigen.
00:01:15: und dann habe ich in dieser kurzen Folge heute etwas sehr sehr wichtiges für dich.
00:01:22: Und ich möchte kurz ausholen weil über die letzten Jahre wurde mir immer wieder gesagt Das ist ja die Art, wie ich an Sexualität herangehe und was sich auch für Impulse mitgebe.
00:01:33: Dass das sehr achtsamkeitsbasiert sei Und dass es auch überhaupt nicht falsch daran ist.
00:01:40: erst mal viel wahres weil Achtsamkeit für mich etwas ist.
00:01:45: da geht es um Bemerken wahrnehmen Beobachten Mitbekommen.
00:01:51: Was läuft denn eigentlich?
00:01:53: auch so ein bisschen dekonstruieren, vielleicht ja differenzieren.
00:01:57: Auf welchen verschiedenen Ebenen passiert hier eigentlich irgendwas?
00:02:01: Um sich einen Überblick zu verschaffen und vielleicht auch wirklich... ...sich mal auf eine Sache zu fokussieren Auch im Erleben von Sexualität Dinge langsamer zu machen.
00:02:14: Aber wenn man mir sagen würde Yvonne du stehst doch für achtsamen Sex würde ich immer sagen auf gar keinen Fall.
00:02:22: Und damit sind wir auf der anderen Seite nämlich beim Erleben.
00:02:27: Ich finde total, dass Sexualität ein ganz tolles Feld ist um die eigene Lebendigkeit zu erleben.
00:02:36: Um alles was zur eigenen Lebendlichkeit dazugehört zu erlebten und das unterscheidet sich Auf der einen Seite sehr und auf die anderen Seite gar nicht von Achtsamkeit, weil auch achtsam sein kann sich sehr lebendig anfühlen.
00:02:54: Glaube ich weiß ich aus meiner eigenen Erfahrung Und gleichzeitig ist es aber wirklich so ein bisschen als würde ich von zwei verschiedenen Seiten auf das gleiche Möbelstück gucken.
00:03:09: Ich gucke hier gerade auf meinen Couch-Tisch.
00:03:11: Deswegen fällt mir das jetzt grad auf ja und da sieht natürlich von der einen seite ganz anders aus als von der anderen Seite und auch die Dinge, die da drauf stehen sehen.
00:03:20: Von vorne ganz andersaus wie von hinten.
00:03:24: was ich jetzt wichtig finde zu sagen ja wenn wir Sex haben dann können wir auf der einen seite im erleben sein Und auf der anderen seite können wir Im beobachten sein.
00:03:35: und im beobachten meint jetzt nicht Ich beobachte den Anderen sondern ich Beobachte so ein bisschen mich selber und ich habe das natürlich auch immer wieder mit Menschen dass sich sie frage wo spürst du denn eigentlich was in deinem Körper und wie bewegst du dich?
00:03:50: vielleicht auch beim Sex oder auch beim sex mit dir alleine zum Beispiel?
00:03:53: ja um jetzt nicht alles aufzugreifend, was ich somit menschen bespreche aber so Was spürste und wie bewegst du dich damit können wir schon mal so Gut einsteigen.
00:04:04: Ja und jetzt ist natürlich damit Ich bemerke Wie bewege ich mich denn eigentlich Muss sich ja anfangen mich ein stück weit zu beobachten oder ich muss mich hinterher vielleicht einen Moment fragen, wie habe ich mich denn jetzt eigentlich bewegt?
00:04:23: Also ich muss reflektieren.
00:04:24: Oder ich muss wirklich anfangen, mich so ein Stückchen zu beobachten und damit gehe ich natürlich ein Stück weit auch raus oder nicht raus aus dem Erleben.
00:04:38: aber ich verlagere so ein bisschen den Schwerpunkt.
00:04:44: Es gibt Menschen, die sagen ich das fällt mir ganz leicht.
00:04:48: Ich komme dann auch wieder zurück ins Erleben ist gar nicht schwierig.
00:04:51: es fällt mir vielleicht eher schwer dran zu denken mich überhaupt mal zu beobachten.
00:04:56: oder es gibt Menschen die sagen ja aber ich bleib so ein bisschen im Beobachten hängen und kommen da nicht wieder so gut ins erleben.
00:05:04: Das kostet mich dann irgendwie auch viel Konzentration.
00:05:07: Ja Und ich erlebe das so dass das wie zwei verschiedene Zustände sind in denen wir sein können, erleben oder beobachten.
00:05:20: Was meine ich jetzt damit?
00:05:22: Erleben ist wirklich wenn du so da wo du gerade sitzt Du sitzt mitten im Raum mitten Da wo du bist vielleicht mit allen Geräuschen Mit allen Sinneseindrücken.
00:05:33: Du bist einfach da!
00:05:36: Du bist vielleicht auch mit deinen Sinnen verbunden.
00:05:39: Ja du merkst was sehe ich.
00:05:43: Oder du merkst vielleicht auch nur, ich sehe.
00:05:46: Ja?
00:05:46: Ich rieche!
00:05:47: Ich höre... Ah!
00:05:49: Da ist vielleicht auch Weite.
00:05:52: Vielleicht ist da auch ein Gefühl von Tiefe und Eindruck von alles das irgendwie auch so gefüllt.
00:06:01: Vielleicht auch genussvoll.
00:06:04: Das sind jetzt nur einige dieser Aspekte von Erleben die ich gerade mal so rausgreife.
00:06:08: aber es ist für mich wenn ich hier sitze und einfach nur Denke erleben, dann ist in meinem Kopf einen Augenblick Ruhe.
00:06:22: Und es ist ein relativ ungefiltertes Seinsmomentum würde ich das jetzt mal nennen.
00:06:27: Wenn ich jetzt reingehe hier in diesen Zustand von Beobachten... Ich beobachte jetzt mal meinen Couch-Tisch.
00:06:37: Dann merke ich wie mein Verstand auch mein Sprachapparat Worte ausgibt für was ich da sehe.
00:06:43: Das passiert in diesem Erlebenszustand nicht Ja, wie auch vielleicht mein Fokus sich etwas mehr darauf verlagert auf diesen Couch-Tisch.
00:06:55: Ich das andere so ein bisschen anfangen aus zu blenden.
00:06:57: also es ist ein bisschen Orientierter im Raum Es ist nicht so viel auf einmal es ist mehr dieser Couchtisch.
00:07:06: Das ist ein bißchen selektiver und es ist sowie aber auch emotional vielleicht ein bisschen neutraler.
00:07:14: ja wenn ich jetzt reingehe in Ich erlebe den Kautstisch.
00:07:21: Ach, dann merke ich, dann kommt so eine emotionale Ebene... Es kommt so ne Satteid und es kommt aber auch in diesem Moment von Erleben zumindest bei mir in meiner Art von Individuen sein auf dieser Welt.
00:07:34: Kommt auch erst mal gar keine Sprache!
00:07:37: Das kann bei dir ähnlich sein das kann bei ihr aber auch anders sein.
00:07:41: Und ich würde sagen, das sind einfach wie zwei Zustände aus denen wir in Kontakt mit der Welt sein können.
00:07:49: In Kontakt mit uns selbst sein können auch in Kontakt with Sexualität sein können und mit einem anderen Mensch sein können.
00:07:54: erlebe ich diesen anderen Menschen und dass was wir gerade miteinander machen oder beobachte ich das?
00:08:01: Erlebe ich das oder beobechte ich das?
00:08:05: Erlebe ich meine Lust oder beobachte ich meine lust, ob sie jetzt kommt oder mehr wird.
00:08:10: Oder vielleicht wieder weggeht oder erlebe ich sie einfach?
00:08:13: Einfach ne es ist nicht immer so einfach das weiß Ich Ja und was ich aber so spannend finde is dass Es nicht ein... Das ist nicht wie so'n schalter Wo ich jetzt einen Lichtschalter wo ich entweder erleben oder Beobachten habe Sondern Ich würde vielleicht eher sagen es ist wie so eine Wippe oder wie eine Schaukel, oder wie ein Pendel.
00:08:44: Oder ja, wieso einen Schieberegler könnte man vielleicht auch sagen?
00:08:49: Und da bin ich mir aber ziemlich sicher dass das weder in der Achtsamkeit noch in wir machen uns gänzlich keine Gedanken über Sexualität und was dann da eigentlich abläuft und was wir so erleben.
00:09:03: Da sind wir in diesen Extremen, also in der Achtsamkeit sind wir sehr aufmerksam und vielleicht auch sehr beobachtend auf eine Weise.
00:09:13: Und es soll jetzt gar nichts Negatives über Achtsamkeit sein, Achtamkeit ist toll!
00:09:18: Ja?
00:09:18: Es ist ein ganz toller Zugang auch zu Sexualität aber es macht einen Unterschied wenn ich eben weiß wie kann ich aus so einem achtsamen vielleicht auch beobachenden Modus Zustand auch wieder mehr sozusagen das Erleben einstreuseln oder mehr diesen Schieberegler Richtung erleben, ziehen oder schieben.
00:09:44: Oder wie auch immer und wie kann ich dann vielleicht auch?
00:09:49: Und einfach um zu üben oder um zu sehen geht das denn eigentlich?
00:09:53: Oder um zu ... vielleicht zu spielen?
00:09:58: Ein bisschen mit inneren Zuständen zu spielen, zu experimentieren Auch von diesem Erleben, wie wir mehr in einen Beobachten gehen.
00:10:13: Und da geht es überhaupt nicht um Perfektion, sondern am ehesten geht's vielleicht darum ein Eindruck zu bekommen, wie fühlt sich das eine an?
00:10:26: Wie fühlt euch das erleben an und wie fühlt sich das beobachten an Und wie fühlt sich dieser Raum dazwischen an, wo das vielleicht miteinander verschwürmt oder wir so hin und her schwingen können sozusagen?
00:10:38: Ich finde es auch total eindrücklich mit einem Baum zum Beispiel zu machen.
00:10:43: Ich habe hier vor meinem Fenster einen, der wird gerade so schön von der Sonne beschienen... ...und ich möchte das einfach als Anregung geben!
00:10:55: dich auszuprobieren.
00:10:56: Und Sex ist da vielleicht nicht immer der allererste Move, ja?
00:11:01: Oft ist es gut wenn wir im Alltag das schon mal irgendwo erlebt haben, vielleicht sogar auch ein bisschen angefangen haben Das Prinzip zu integrieren, dass uns eben nicht so viel Konzentration mehr kostet, auch zwischen erleben und beobachten hin- und herzupendeln.
00:11:17: Dann können wir's auch leicht damit nehmen in die Sexualität, vielleicht erstmal alleine dann vielleicht auch zu zweit Ja.
00:11:22: aber wenn ich hier diesen Baum nehme Und ich erlebe den Baum.
00:11:27: Der Baum lädt mich eigentlich auch schon ein, ihn zu erleben.
00:11:31: Ich habe trotzdem die Füße auf dem Boden und ich bin jetzt nicht Walla Walla Yvonne sondern ich bin schon so...ich bin da.
00:11:37: ja aber oh dieser Baum!
00:11:39: Ich erleb' jetzt mal einen Moment lang diesen Baum und es ist nicht direkt als wäre ich jetzt der Baum.
00:11:49: Ja für mich fühlt sich das schon aus an dieser Baum rückt ein bisschen näher, er hüllt mich vielleicht auch so ein bisschen ein in seiner Prächtigkeit, sage ich jetzt mal.
00:12:04: In mir entsteht dann auch Freude tatsächlich.
00:12:06: Ich erlebe diesen Baum für zu Freude.
00:12:10: Ich beobachte diesen Baum.
00:12:12: Da fällt mir der große dicke Stamm auf wie er halt auch so da steht und trägt.
00:12:19: Da fallen mir die vielen kleinen Blätterchen auf.
00:12:25: Einzelne, die auch eine andere Farbe haben sehe ich gerade.
00:12:30: Aber es ist nicht vom Emotionskörper würde ich sagen Es ist nicht so voll.
00:12:35: Das Erleben spür ich mehr im Oberkörper, das Beobachten spüre ich mehr am Kopf.
00:12:40: Wenn ich es jetzt verorten müsste an meinem Körper und es ist niemals so schwarz-weiß aber es ist von der Tendenz ja vom Schwerpunkt her vielleicht so.
00:12:50: Und warum sage ich dir das jetzt?
00:12:52: Ja weil Ich ganz viele Menschen sehe die sagen oh ich bin so viel im Kopf Ja, und natürlich kann das sein dass wir viel im Kopf sind weil gerade wirklich irgendwas in der sexuellen Situation nicht passt für uns.
00:13:05: Dass es wie auch ein Ausdruck ist von ich müsste hier eigentlich irgendwas justieren nein sagen verändern vielleicht erst mal klären auch bevor wir hier ich sag mal ohne viel kopf sozusagen körperlichkeit und sexualität genießen können.
00:13:22: Aber es kann eben auch sein, dass wir schon überall so diesen Anspruch an uns selbst.
00:13:28: Ich bekomme jetzt mal mit – was ist denn so?
00:13:31: Ich will meine Hausaufgaben machen!
00:13:33: Ich möchte ja vielleicht mich entwickeln und ich möchte bewusst sein.
00:13:37: Ich möchte aufmerksam präsent und achtsam sein, das wir manchmal zu sehr reinrutschen in so etwas wo wir schwerpunktmäßig im Beobachten sind und uns dann fragen wo eigentlich vielleicht die emotionale Durchlässigkeit von uns sozusagen abgeblieben ist dabei.
00:14:00: Und das ist eben so wichtig zu wissen, ah ja wenn ich eher beobachte dann bin ich sehr wahrscheinlich nicht so emotional involviert, vielleicht auch nicht so sehr im Sein.
00:14:11: Das ist jetzt nicht schlechtes, aber es ist einfach eine andere Qualität.
00:14:15: Ja und auf der anderen Seite wenn ich immer nur erlebe also nur in Anführungszeichen Und überhaupt nicht beobachte sozusagen kann das eben sein dass sich auch gar nicht so genau Ich sage jetzt mal weiß oder auch reflektieren kann was passiert denn überhaupt in meinem Sexleben?
00:14:34: Dann bin ich vielleicht im erleben weil es schön ist.
00:14:36: Aber vielleicht bin ich auch um erleben, weil es mich frustriert.
00:14:40: Und dann ist es eben auch total wichtig zu merken, ach wo ist das sinnvoll?
00:14:44: Auch mal in dieses Beobachten reinzugehen.
00:14:47: Ja und beide Zustände sind super ja sind toll sollten wir uns gönnen und erst recht sollten wir ins Gönn zu erleben dahin und her uns bewegen zu können damit spielen zu können durchlässiger werden zu können vielleicht auch gestalten und entscheiden zu können.
00:15:06: Das möchte ich dir heute mitgeben.
00:15:07: und ich möchte dir noch etwas sagen in der Kürze der Zeit.
00:15:11: Es wird im Mai eine Art Webinar Masterclass Workshop von mir dazu geben, das Datum steht noch nicht aber wenn du Lust hast die Vereinzusteigen in dieses Erleben versus Beobachten dann möchte ich Dir ans Herz legen dich für die Spielvertrauen Momente anzumelden.
00:15:28: da werde ich das auf jeden Fall mit dir teilen wann das stattfindet und wie Du Dich anmelden kannst.
00:15:32: es wird kostenfrei sein Es wird was zum Ausprobieren sein, es wird etwas zu erleben und was zum Beobachten geben.
00:15:39: Und auch was zum Spielen dazwischen sozusagen.
00:15:43: Ich freue mich da schon sehr, sehr darauf!
00:15:48: Wenn du schon angemeldet bist für die Spürvertrauenmomente brauchst du lediglich dein Postfach im Blick behalten.
00:15:53: aber wenn du eben noch nicht angemeltet bist Heute freudiges Erleben und Beobachten in deinem Leben.
00:16:10: Und freue mich sehr, dass du hier reingesprungen bist und diese Folge erlebt oder beobachtet hast oder beides!
00:16:17: Und sag mal bis zum nächsten Mal ich freue mich auf dich und ja bis ganz bald.