Warum Beziehungen sich heute oft auch anstrengend anfühlen - ein Gespräch mit Rouven Schneider

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Rouven Schneider über Beziehungen, Nervensysteme und die Frage, ob die Art, wie wir heute Nähe und Partnerschaft leben, eigentlich wirklich zu uns als Menschen passt.

Wir sprechen darüber, warum Beziehungen sich für viele Menschen gleichzeitig sehnsüchtig und anstrengend anfühlen, weshalb Kommunikation allein oft nicht ausreicht und was passiert, wenn Verbindung immer mehr zu etwas wird, das zwischen Alltag, Funktionieren und Selbstoptimierung irgendwie „mitlaufen“ soll.

Es geht um Sexualität, emotionale Eigenverantwortung, Bindung, moderne Beziehungskultur und darum, warum unser Nervensystem möglicherweise noch immer nach etwas sucht, das in unserer heutigen Lebensweise oft wenig Raum bekommt: echte Begegnung.

Außerdem sprechen wir darüber, weshalb Menschen sich in Langzeitbeziehungen häufig verlieren, warum Nähe nicht durch Techniken entsteht und weshalb Interesse vielleicht wichtiger ist als viele klassische Beziehungstipps.

Ein Gespräch über menschliche Bedürfnisse, Verbundenheit und die Frage, was Beziehungen eigentlich brauchen, um sich lebendig anzufühlen.

Falls dich die Perspektive von Rouven in diesem Gespräch tiefer interessiert: Er bietet eine Ausbildung in bedürfnisorientierter Paartherapie an, in der es unter anderem um Nervensysteme, Bindung, menschliche Bedürfnisse und echte Begegnung in Beziehungen geht.

Für Hörer*innen meines Podcasts gibt es aktuell ein kleines Special in Höhe von 300 Euro mit dem Stichwort „SpürVertrauen“. Alle Infos zur Ausbildung findest du hier.

Rouven findest du außerdem auf Instagram.

Wenn du tiefer verstehen möchtest, was deine Sexualität möglicherweise beeinflusst, kannst du meinen kostenfreien Selbsttest machen. Er hilft dir, die wichtigsten Faktoren zu erkennen – oft wird dabei schon vieles klarer. Selbsttest starten

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Für Rückmeldungen, Fragen oder Anfragen: hallo@spuervertrauen.de.

Alles Liebe, Yvonne

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Die Musik in diesem Podcast: Arrived von Frametraxx: Gemafreie Musik

Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo, hallo.

00:00:08: Heute wartet eine Folge auf dich die mich beim Aufnehmen auch selbst ziemlich bewegt hat und bei sie einfach nochmal auf eine sehr grundsätzliche Weise die Frage stellt wie natürlich ist eigentlich die Art wie wir heute Beziehung leben?

00:00:22: Und jetzt wissen wir alle dass Sexualität und Beziehungen sehr viel miteinander zu tun haben.

00:00:31: Gespräch heute, was ein Interview ist oder ich würde eigentlich vielmehr sagen einen Gespräch.

00:00:36: Ein lebendiges Gespräch habe ich Rufenschneider zu Gast.

00:00:39: Er verbindet Kultur, anthropologische Forschung, Nervensystemwissen und Partherapie – und zwar auf eine Weise die ich persönlich unglaublich spannend finde.

00:00:51: Und ich glaube diese Folge öffnet viele Fragen und neue Perspektiven.

00:00:56: Sie liefert vielleicht nicht unbedingt einfache, sofortige Antworten.

00:00:59: Aber es ist so lohnenswert diese Gedanken und Perspektiven aufzunehmen und weiterzutragen.

00:01:07: Wir sprechen darüber warum unser Nervensystem vielleicht noch immer auf etwas ganz anderes ausgelegt ist als die aktuellen Modelle von Partnerschaft Dauerstress oder auch viele Bildschirmzeit oder ja das bloße funktionieren.

00:01:22: Und wir sprechen darüber, warum so viele Menschen das Gefühl haben in Beziehungen gleichzeitig Nähe zu wollen und doch irgendwie auch sich zu verlieren.

00:01:32: Beziehung führen zu wollen um das Gefühl zu haben gleichzeitig dass auch alles managen zu müssen.

00:01:38: Was ich besonders schön finde ist dass Rufen eben auch Ansätze zeigt wie es da rausgeht.

00:01:44: Damit habe ich jetzt noch ein Hinweis bevor das Gespräch los geht für dich denn Rufen bietet auch eine Ausbildung an.

00:01:52: Er bildet aus in Bedürfnisorientierter Partherapie und er hat jetzt noch mal als Anlass zu diesem Gespräch hier ein ziemlich sattes Special rausgegeben, was ich dir in die Show Notes zuhör.

00:02:06: Also wenn du zu hörst als Mensch der vielleicht schon immer mal überlegt hat eine Ausbildung zu machen an Partherapie solltest du das unbedingt angucken.

00:02:14: Der Link zu allen Infos ist auch da drin.

00:02:17: Da findest Du auch Rufens Arbeit Wenn er dich generell interessiert.

00:02:20: wenn du jetzt zuhört ist alles In den show notes verlinkt und Jetzt wünsche Ich Dir Eine richtig gute Zeit mit dieser Folge, kleiner Disclaimer.

00:02:32: Der Ton ist nicht ganz so gut wie das was du jetzt hörst, das wissen wir und es ist auch wenn du's mit Video schaust so dass immer mal wieder das Bild hängt aber der Ton nicht.

00:02:47: So jetzt kannst du hier natürlich einfach weiter hören oder du wechselst wenn du es auch sehen möchtest zu YouTube.

00:02:54: da ist das Ganze.

00:02:55: ohne mein Vorsprech geht das Gespräch Einfach los, kannst du frei wählen.

00:03:01: Also eine gute Zeit hier!

00:03:03: Ja... Hallo zusammen, hallo lieber Rufen!

00:03:06: Hi Egon, hi!

00:03:08: Begrüße dich ganz herzlich in meinem Podcast in dieser Folge und ich freue mich unglaublich auf das Gespräch.

00:03:15: Du bist ein... Ich würde sagen Experte für Beziehung?

00:03:23: Und ich finde dein Perspektive auf Beziehung sehr, sehr spannend.

00:03:27: Weil es auch etwas ist ... die ich gar nicht so an jeder Straßenecke finde und ich glaube, dass das sehr wertvoll ist, das mit Menschen zu teilen.

00:03:39: Ich weiß, dass du dich schon lange mit dem Beziehungsgeflecht und was es da alles zu erforschen gibt beschäftigst.

00:03:47: Ja.

00:03:48: Magst du dich vielleicht kurz vorstellen?

00:03:50: Wer bist du?

00:03:51: Und Beziehung, was bedeutet das bei dir?

00:03:58: Ja.

00:03:59: Danke Yvonne, dass ich hier sein darf!

00:04:01: Ich bin Ruben Schneider.

00:04:04: Ich bin promovierter Prähistoriker eigentlich.

00:04:07: Das ist aber schon lange her und habe seitdem quasi mich auf kulturanthropologische freie Forschung spezialisiert.

00:04:15: Das heißt, ich geschauere, als Kultur brauchen, indem ich in die Vergangenheit schaue.

00:04:23: Und da greift mir eben häufig die Soziologie zu kurz, die nur so die letzten Jahrzehnte oder vielleicht hunderte Jahre im Blick hat.

00:04:30: und darüber bin ich dann jetzt seit fünfzehn Jahren Partherapeut geworden, weil ich das natürlich praktisch anwenden will.

00:04:38: Wenn es darum geht wie wir in Beziehung sind letztendlich im Großen dann Kultur bilden aber eben ganz ganz klein dann letztendliche Partnerschaften bilden und Beziehungen eingehen oder Familiengruppen usw.. Und gerade in den letzten Jahren kam da dann ganz stark natürlich die Traumasensibilität und so Nervensystemlehre dazu.

00:04:58: Das ist ja auch grade in aller Munde, auch Social Media viel verbreitet.

00:05:03: Und das lässt sich damit natürlich super verknüpfen.

00:05:06: Es gab noch mal einen Schwung, dass mir auch nochmal klar wurde, ah unser Nerven-System hat sich über Jahrhunderttausende gebildet... gucken wollen, was wir brauchen in Beziehungen und sicher zu fühlen.

00:05:20: Aber eben auch mit uns selbst sozufühlen.

00:05:24: Ja also ich arbeite praktisch als Paartherapeut in Leipzig vor allem und hab nebenher meine freie Forschung die ich gerne irgendwie ja zum besten gebe und teile.

00:05:38: Ja und wenn du bringst das schon gleich direkt etwas super spannendes rein weil Wahrscheinlich gucken ganz viele Menschen ins hier und jetzt sozusagen nach draußen, wenn sie sich orientieren wollen.

00:05:49: Wie kann dann Beziehung und Partnerschaft vielleicht, ich sag mal, funktionieren?

00:05:53: Ja genau!

00:05:56: Und da sehen wir natürlich nur die Dinge wie Sie auch jetzt sind.

00:06:00: Vielleicht macht man sich gerade noch einmal so Gedanken dazu.

00:06:03: Wie war das so?

00:06:04: vielleicht in den letzten Jahrhunderten?

00:06:05: Da muss man ja vielleicht auch sagen hat sich vielleicht auch sogar einiges verbessert.

00:06:12: Und du sagst, wenn ich dich richtig verstehe.

00:06:14: Lass mal noch viel weiter zurückgucken wie wir eigentlich als Spezies sozusagen oder auch einfach als ganzes Wesen immer noch im Grunde genommen beziehung brauchen bzw vielleicht auch idealerweise führen können.

00:06:32: das sehen wir jetzt nicht so sehr hier und jetzt sondern es ist irgendwie über viele Jahrhundert

00:06:41: Ja, hunderttausende.

00:06:43: Krasses Wort!

00:06:45: Gewachsen oder ja und es gibt doch auch diesen schönen Spruch dass eigentlich unsere Gene ich krieg's nicht so ganz zusammen aber immer noch die sind wie von auch vor

00:06:57: dreihundertausend Jahren sagt man da so genau ganz genau

00:07:01: Und dass wir im Grunde genommen alles irgendwie so Steinzeit und Höhlenmenschen sind, die in dieser modernen superdigitalen und schnellen Welt leben.

00:07:12: Das ja auch Beziehung beeinflusst.

00:07:15: Genau!

00:07:15: Und da um das einmal klarzustellen, da geht es gar nicht um eine Romantisierung von Vergangenheit oder so wie jetzt... Paleo-Diet oder so, dass wir da irgendwie anders leben müssten.

00:07:26: Sondern das ist was Hochmodernes, weil wir eben mit unserem Nervensystem, mit unseren emotionalen Bedürfnissen, mit unserer Psyche wie Bindung funktioniert auch neuronal und so weiter... Das ist ja nicht einfach irgendwie entstanden, das ist ja entstandengewachsen über die Art und Weise, wie wir mal gelebt haben, über unglaublich lange Zeiträume.

00:07:53: Und jetzt haben wir aber ein modern, eine sehr schnell sich entwickelnde Gesellschaft die schnell daran ausgerichtet ist, sich anzupassen und damit auch unsere Beziehungsform quasi unseren Idealen wie wir heute Gesellschaft leben wollen quasi unterzuordnen.

00:08:12: Und es passt leider überhaupt nicht zu dem, was wir eigentlich wirklich brauchen.

00:08:15: und da ist dann auch quasi die Antwort darauf, weshalb wir alle so unzufrieden sind in Beziehung bzw.

00:08:20: oft zu struggling und nicht wirklich wissen ob wir jetzt Kompromisse eingehen sollen.

00:08:25: und eigentlich will ich das gar nicht aber irgendwie geht's nicht anders usw.

00:08:30: Es geht nicht um eine Romantisierung oder irgendwas zurückzukommen sondern hochaktuell zu schauen.

00:08:35: Was brauchen wir als Menschen?

00:08:37: Auch in der Kultur in der wir leben um beides zu kombinieren.

00:08:45: Ja und du hast im Vorgespräch sowas super spannendes gesagt, der Mensch ist die einzige Spezies, korrigier mich gerne wenn ich es jetzt falsch wiedergebe!

00:08:57: Der Mensch isst die einzige spezies die sich auch eine Kultur erschaffen hat sozusagen ein soziales Miteinander erschaffen umwelt sozusagen oder auch ein in verbindung sein mit der eigenen kultur erschaffen hat die im grunde genommen gar nicht artgerecht ist.

00:09:17: das würde man bei keiner anderen spezies sozusagen also wirklich alle sagen können.

00:09:23: aber das ist halt ja nicht die regel.

00:09:25: so habe ich dich verstanden.

00:09:26: also in der regel erschaffen sich Tiere sag ich jetzt mal so grob, die erschaffen sich ihr soziales Miteinander und wie sie Bindung machen.

00:09:37: Und wie sie auch in sich irgendwie eine Kultur ... Ich weiß gar nicht ob man davon sprechen kann im Tierreich von Kultur aber im reichsten Sinne vielleicht schon.

00:09:46: Die erschaffen es sich das so dass das ihren Bedürfnissen eben auch gerecht wird.

00:09:51: So hab' ich dich verstanden?

00:09:52: Genau.

00:09:53: Und das ist ja etwas Natürliches und jetzt haben wir Menschen diesen Intellekt, dass wir uns letztendlich aus diesem natürlichen Trieben oder Instikten quasi darüber erheben können.

00:10:02: Das meine ich mit.

00:10:03: Wir schaffen uns eine ideelle Idee also eine Idee von wie was sein könnte und es ist ja super.

00:10:10: Ja dann kommen da Menschenrechte rein und Humanismus und ganz viele tolle Sachen.

00:10:15: aber gleichzeitig haben wir uns was wird tatsächlich ganz Basal brauchen?

00:10:20: unterwegs verloren Und wundern uns, wieso wir heute so verkopft sind.

00:10:25: Und wundert uns, wie so viel Stresserscheinung haben und Neurudiversität immer mehr wird usw.

00:10:33: Weil wir überhaupt nicht mehr das mitnehmen was wir als Spezies eigentlich brauchen.

00:10:40: Und wie gesagt, ganz praktisch sehen wir das in unseren Paarbeziehungen.

00:10:43: Das klingt jetzt so ein bisschen abgehoben oder irgendwie nur neuronal.

00:10:48: Aber es ist eine ganz praktische gelebte Geschichte.

00:10:52: Wie gehe ich mit dir in Kontakt?

00:10:54: Woran finde ich?

00:10:55: Sicherheit im Beziehung

00:10:57: usw.?

00:10:59: Ja und da geht's ja auch schon los!

00:11:01: Wie machen wir hier gerade diese Aufnahme?

00:11:03: du sitzt in Leipzig Ich sitze in Köln Wir sehen uns Wir können uns aber nicht anfassen.

00:11:12: Da würde ich jetzt sagen, unser Verstand kann das vielleicht gerade noch so irgendwie greifen?

00:11:18: Aber würdest du sagen ... Weil du auch über's Nervensystem gesprochen hast und dass das ja eigentlich sehr viel älter, ne?

00:11:24: Dreihunderttausend Jahre alt ist sozusagen.

00:11:26: Mindestens, ja!

00:11:29: Kann unser Nerven-System das verarbeiten, dass wir uns hier auf einem Bildschirm ... sehen und ja auch in einer Begegnung sind.

00:11:41: Und da ja auch, was wir machen ist gerade eine Form von Kommunikation aber dies natürlich über dieses Medium total eingeschränkt.

00:11:51: Also das ist jetzt so ein bisschen optisch, wobei wir uns gar nicht wirklich in die Augen gucken können.

00:11:57: Weil wenn ich denen die Augen schauen müsste dann kann man da gucken und dann kann ich dich aber gleichzeitig nicht sehen usw.

00:12:02: Und natürlich fehlen ganz viele Ebenen.

00:12:06: Also wir sprechen, wir haben das Optische.

00:12:08: Wir haben das Akustische aber ich kann keine Pheromone aufnehmen.

00:12:12: Ich kann dich nicht spüren und quasi wenn man will so ein Energiefeld mit dir nicht teilen usw.

00:12:18: Und da sind ja alles auch Kommunikationskanäle die natürlich nicht unbedingt merklich.

00:12:23: jetzt was machen dass sich sagen könnte ah!

00:12:25: Aber viele Leute sagen natürlich schon es ist etwas ganz anderes wenn ich mit Leuten in meiner Praxis arbeite oder wenn ich remote arbeite.

00:12:38: Also da geht ein Stück verloren.

00:12:40: und das heißt nicht, dass das nicht geht aber natürlich ist es eingeschränkt.

00:12:45: Und wenn wir das jetzt auf Beziehung und Alltagsleben in der Partnerschaft übertragen... Wieso haben wir denn in Fernbeziehungen den Wunsch auch uns tatsächlich zu begegnen und sagen, super ich seh dich.

00:12:59: Es geht nur um Informationsaustausch?

00:13:01: Nee eben nicht!

00:13:02: Ja es geht um viel mehr.

00:13:04: Und jetzt ist eine Fernbeziehung natürlich ein Extrem Beispiel.

00:13:08: aber im Alltag ist es natürlich auch so der Tag ist voll mit Arbeit, der Tag is voll mit Kinderbetreuung, der tages voll mit allem was wir machen müssen.

00:13:17: und viele Menschen nehmen das so wahr dass sie dass ihre Partnerschaft etwas ist wie ein Posten, wie Einkaufen oder Putzen oder Arbeit, den man irgendwie unterbringen muss im Alltag.

00:13:29: Den man managen muss.

00:13:31: Dabei ist das was wir brauchen quasi ist Beziehung unserer Basis.

00:13:35: Das ist wie so Nest, wie etwas aus dem wir kommen einen Milieu in dem wir leben woraus wir dann agieren und jagen gehen oder putzen gehen oder irgendwie sowas.

00:13:46: ja Und da kommt dann natürlich so Aspekte rein, wie Individualisierung und so.

00:13:53: Dass wir ganz stark uns individuell wahrnehmen was auch schöne Aspechte hat und toll ist.

00:14:00: Wie gesagt jeder darf selbst für sich entscheiden und das ist ja super.

00:14:05: Gleichzeitig geht ganz viel von diesem Verbundenheitsgefühl flöten

00:14:11: Ja, und damit sind wir eigentlich mittendrin.

00:14:13: Also in dieser modernen Welt ... Du hast gesagt, Beziehungen managen.

00:14:17: Viele Menschen haben das Gefühl, sie müssen ihre Beziehung managen oder erleben ist als so eine Art To-do.

00:14:26: Beziehungs zu pflegen vielleicht auch?

00:14:28: Oder zu organisieren.

00:14:31: Das kriege ich oft mit von Paaren bei mir.

00:14:32: Da sind ja Menschen die sagen, okay, wir wollen jetzt mal aufs Thema Sexualität schauen!

00:14:37: Das ist auch ganz häufig um ... Gott, das ist das Nächste zu du auf der Liste.

00:14:42: Das macht mir schon mal richtig Unlust!

00:14:44: Ja oder so Ideen von wann sollen wir das denn noch machen?

00:14:46: Genau!

00:14:47: Also tatsächlich ja... Die Idee davon aus dass es einfach irgendwie funktionieren muss weil wir so überlastet sind, weil wir in dieser Art und Weise leben wollen oder zumindest Leben nunmal aber unterwegs einfach so viel auf der Strecke bleibt.

00:15:03: Und jetzt hast du gesagt, dieses Managen ist die erste Idee auf die wir Menschen dann kommen.

00:15:10: Wir organisieren irgendwie unser Zusammenleben.

00:15:13: Das ist ja auch nicht grundsätzlich verkehrt aber ... Ich weiß ja von dir, dass du sagst, dadurch geht wahnsinnig viel Spontanität verloren würde ich total zustimmen?

00:15:22: Ja!

00:15:25: sehe ich auch in der Sexualität.

00:15:26: Da gibt es dann ja dieses Verabreden wir uns, da gibt's Menschen, das funktioniert für mich eigentlich ganz gut, dann gibt es Menschen, die sagen auf gar keinen Fall ... Ja, da geht hier alles Spontanität verloren.

00:15:40: Was würdest du sagen?

00:15:41: Was brauchen wir eigentlich auch vielleicht so evolutionär gesehen tatsächlich Beziehungen oder eben auch in diesen intimen Partnerschaften, wenn wir uns jetzt mal auf die fokussieren.

00:15:54: Was brauchen wir da eigentlich so ganz basal?

00:15:57: Und ja gibt es das aktuell?

00:16:02: Aber manchmal sind Menschen ja auch so dass sie... Oder dass man so denkt Wir versuchen aus ein bisschen was Unmögliches.

00:16:08: Ja also wir könnten uns auch abarbeiten.

00:16:11: Das wollen wir natürlich auch nicht.

00:16:13: Ist das überhaupt möglich, was wir eigentlich brauchen?

00:16:15: Ja.

00:16:15: Ich glaube ... Das ist sehr möglich!

00:16:17: Das erlebe ich ja auch immer wieder und sonst hätte ich einen unglaublich frustrierenden Job einfach.

00:16:21: Und du ja auch so.

00:16:24: Also ich will bei deiner Frage da ansetzen, was noch die Folge ist davon dass wir das managen müssen.

00:16:33: Der Alltag ist so voll, es wird alles als beengt wahrgenommen Partnerschaften stückweit funktionieren, damit die nicht noch ein zusätzlicher Belastungsfaktor wird.

00:16:46: Das heißt wir müssen zusammen passen und das macht bewusst oder unbewusst so eine Suche oder Streben nach Harmonie Und nichts gegen Harmonie.

00:16:56: wenn Harmonie echt ist es ja was ganz wunderbares.

00:16:59: Ja aber eben weil wir keine Kapazitäten haben Weil ich nicht jede Nacht bis um drei Uhr mit dem Prozessieren und sprechen kann oder auch Sex haben kann, weil ich morgen um sechs wieder aufstehen muss.

00:17:12: Muss das quasi alles irgendwo geregelt werden?

00:17:15: Und wenn das funktioniert und wir ein gutes Team sind und das läuft im Alltag dann kann das phasenweise funktionieren und gut sein.

00:17:25: aber jetzt kommen wir zu der Frage was brauchen wir denn eigentlich?

00:17:28: Wir brauchen eigentlich nicht nur passen Ich brauche dich auf eine gewisse Art und Weise, sondern ein Begegnen.

00:17:37: Es braucht eine Flexibilität, es braucht eine Wandelbarkeit, dass wir uns tatsächlich mit dem was ist begegnen können und nicht nur jeder und jede dafür sorgt irgendwie sich selbst in eine gute Form zu bringen damit wir unsere Rolle in dieser Partnerschaft oder in dieser Funktion erfüllen können.

00:17:57: Ja

00:17:58: ja also es gibt etwas in uns was da abgeholt werden will, wo ich gerade bin.

00:18:06: Ob ich pestlich bin oder nicht?

00:18:08: Ob's zu dir passt oder nicht, ob es dir Angst macht oder du's blöd findest oder nicht und nicht so nach dem Motto wie ah nee wie kannst du jetzt zum Beispiel Intimität wollen?

00:18:18: Ich muss doch gleich zur Arbeit?

00:18:20: ja So und damit das klar ist komme ich erst gar nicht mit diesem Wunsch Ganz zu schweigen von, dass viele Menschen sich beschweren.

00:18:31: Dass sie sich emotional nicht gesehen fühlen.

00:18:34: Weil wenn man es mal genau nimmt dann werde ich für die andere Person unpäßlich und dann muss ich ja irgendwas mit ihr machen.

00:18:42: aber da habe ich überhaupt keine Idee von.

00:18:44: kannst du möglichst schnell wieder deine Emotionen in den Griff bekommen bitte damit wir weitermachen können und harmonisch bleiben können?

00:18:50: Ja und das sieht dann von außen aus als wenn wir eine funktionierende Beziehung haben, aber da ist überhaupt gar keine Lebendigkeit drin.

00:18:58: Da ist keine Authentizität drin.

00:19:00: Es gibt nur ein Teil von mir wieder, der möglichst schnell wieder passen muss und nicht die Bandbreite von dem, der ich wirklich bin.

00:19:12: Und das ist das was wir wirklich brauchen.

00:19:14: Wir brauchen sichere Räume wo ich unpestlich sein kann, wo ich Sachen sagen kann, die dir nicht gefallen, wo disharmonie herrschen darf Und wir trotzdem verbunden bleiben.

00:19:29: Und nicht möglichst schnell die Dysharmonie wegbügeln müssen, lösen müssen damit wir wieder funktionieren.

00:19:38: und da haben die meisten Menschen überhaupt gar keine Vorstellung davon wie das funktionieren kann.

00:19:43: also dass ist überhaupt so ein Ohr, so einen Ahamoment.

00:19:46: Wie was?

00:19:47: Wir können verbunden sein obwohl wir gerade nicht harmonisch sind.

00:19:52: wie soll das denn gehen?

00:19:55: Ja, das ist so... Also ich meine was du jetzt gerade so ausgeholt hast.

00:19:58: Das ist ja wahnsinnig reichhaltig!

00:20:03: Und ich würde nämlich auch sagen, da ich höre das ja auch ganz viel, so ne?

00:20:06: Ah Sex geht nur wenn wir auch grade uns, ich sag mal grün miteinander sind und verbunden fühlen.

00:20:13: Es ist ja oft so ... Ich hab auch einige Frauen bei mir sitzen, die sagen ... Na ja.

00:20:19: Das ist eher so die weibliche Perspektive.

00:20:20: Männer können schon mal eher körperlich werden, obwohl sie vielleicht nicht verbunden fühlen.

00:20:28: Aber ich kenn viele Männer, die fragen, wenn's wirklich unharmonisch wird oder mich irgendwie nicht angenommen fühle als Mensch, dann ist mit meiner Lust und Sexualität auch schwierig in der Partnerschaft?

00:20:41: Ja, ja.

00:20:41: Ähm...

00:20:43: oder vielleicht ist das Maß an Verbundenheit ein bisschen was anderes.

00:20:46: Aber doch, dass ja auch so Harmonie ... Du nennst es und ich mag auch ... Ich bin auch schon Harmoniefanen aber ich bin auch Fan davon zu sagen hey!

00:20:55: Und ich möchte aber auch von dir Sachen wissen die einfach da sind und mitbekommen, auch wenn's jetzt nicht harmonisch is sozusagen.

00:21:03: Ich find's ganz wichtig.

00:21:05: Was würdest du denn sagen?

00:21:09: Ich würde sagen, es braucht ja wirklich auch innere Kapazität dieses ach ich kann jemandem begegnen.

00:21:18: Wo halt gerade was nicht passt situativ oder vielleicht auch phasenweise?

00:21:24: Ich kann darauf flexibel vielleicht auch reagieren.

00:21:28: Ich kann das in mir vielleicht auch aushalten oder halten wie ich mich damit fühle.

00:21:36: Und ich würde sagen, wir lernen das eigentlich nicht diese Form von Kapazität zu entwickeln.

00:21:42: Oder wie lernen wir diese Kapazitäten in uns vielleicht kennen überhaupt oder auch auszubauen?

00:21:51: Wie lernen wir das?

00:21:52: Also ich glaube da sind zwei Dinge ganz wichtig oder vielleicht sogar drei.

00:21:56: Das erste ist Ich muss ein Interesse an der anderen Person wirklich haben und nicht nur daran, dass wir möglichst schnell wieder funktionieren.

00:22:08: Also es wird gefährlich um manchmal sogar gewaltsam ob jetzt subtil oder ganz offen gewaltsamt wenn ich dich auf eine Art und Weise brauche damit ich mich wohlfühle Und natürlich braucht es Kapazität.

00:22:22: Aber nur weil das Kapazität braucht und mich in die Eigenverantwortung bringt, können wir nicht sagen, dann verzichte ich mal.

00:22:28: Autofahren braucht auch Kapazitäten ja?

00:22:31: Und nicht irgendwie nur Jungfood essen braucht auch kapazität.

00:22:35: Ich kann mich halt nicht verhalten wieder... Ja?

00:22:39: Sondern also nochmal!

00:22:42: Das ist ja am Anfang einer Beziehung meistens gegeben

00:22:46: dass wir uns interessieren.

00:22:47: Deswegen

00:22:48: suche ich mit dich aus, das ist wie so du bist interessant aber irgendwann relativ schnell.

00:22:53: leider kommt dieser Punkt von A jetzt.

00:22:56: es ist gar nicht mehr so interessant wie du bist sondern jetzt möchte ich dich behalten.

00:23:00: und jetzt möchte sich auf eine bestimmte Form behalten

00:23:03: ja

00:23:04: und zwingen dich damit in eine Rolle und ein.

00:23:07: So sollst Du sein?

00:23:09: Und wenn du anders bist, wenn du gerade emotional bist oder irgendein Thema bringst was mich stört Dann musst du möglichst schnell dich wieder in das alte Formen, weil ich kann damit gar nicht umgehen.

00:23:20: Und dann wird ja deutlich es geht gar nicht darum... Es geht gar nichts um dich sondern es geht darum dass ich dich auf eine bestimmte Art und Weise brauche und da ist gar keine Begegnung wirklich da und sich das klar zu machen.

00:23:34: Klar, meine Reaktion ist ja auch echt.

00:23:36: Das macht mir Angst!

00:23:37: Ich bin unbehaglich, Disharmony ist ... Ja und ich will das weghaben?

00:23:41: Das ist völlig valide.

00:23:44: Aber nicht, ich will es vermeiden in dem du diese Anteile in dir unterdrückst oder mir nicht zeigst.

00:23:52: Sondern ein echtes Interesse an oh wow wer bist denn du

00:23:55: gerade?!

00:23:56: Und da ist ja mehr... selbst das meine ich mit in Verbindung bleiben in der Disharmonie.

00:24:02: Du kannst mir Sachen erzählen, die ich gar nicht hören mag.

00:24:05: Und wenn ich nicht Werten reagiere sondern eine gewisse Neugier und Interesse habe und gleichzeitig teile was das mit mir macht sind wir in diesem Feld der Disharmonie ohne eine Lösung zu haben und sind verbundener als wenn wir so tun als wenn es das Thema nicht gäbe.

00:24:23: Ja, das ist das eine.

00:24:24: Es brauchen Interesse an anderen Personen und das andere sind natürlich ein Stück weit eigenverantwortliche Fähigkeiten und dazu gehört dann auch sowas wie eine Selbstregulation.

00:24:34: Aber ich will dass jetzt nicht so klingen lassen wie ah wann immer was ist muss jeder nach sich selber sorgen für sich selber Sorgen und jeder muss erst wieder irgendwie klar kommen um dann.

00:24:45: Das ist ne ganz subtile Sache.

00:24:47: Ich muss mir muss einfach klar sein Dass ich eine heftige Reaktion habe und dafür Verantwortung übernehmen.

00:24:55: Und nicht meine Verantwortung auf die andere Person schieben, dass diese Reaktionen mir nicht auslösen darf!

00:25:02: Und da muss es gar nicht sein, dass ich diese Reakktion nicht haben darf... Ich darf die Reaktion haben aber es muss klar sein das ist meine Reaktión und nicht du hast das mit mir gemacht.

00:25:13: Weil darüber kommt dann wieder so eine Machtverschiebung rein und im Zweifel was Gewaltsames.

00:25:22: Ja, also was mir der grad auch noch so kommt.

00:25:24: Ich brauch dann ja eigentlich nicht nur ein Interesse für den anderen sondern ich brauche auch ein Interessen für mich selbst.

00:25:29: Ja schön gesagt!

00:25:30: Genau

00:25:31: und im besten Fall in irgendeiner Form von Ausgeglichenheit ohne dass sich jetzt fünftig-fünfzig meine Sondern das In sich sozusagen in der Art von Balance ist.

00:25:41: Also, wenn ich mich jetzt nur für den anderen interessiere und mich selber dabei gar nicht mehr wahrnehme vielleicht, klappt es auch nicht, würde ich mal vermuten ... Wenn ich mich nur für mich interessiere Es braucht irgendeine Form von Ballons in diesem Interesse.

00:26:09: Genau, und das ist ja der Struggle den viele Menschen fühlen wenn wir ganz genau hingucken dass es diese Diskrepanz zwischen Autonomie oder Selbstbestimmung bei mir sein und Verbundenheit Da drin finden sich auch diese typischen Bindungstypen wieder.

00:26:24: Der eine, der gibt sie selber auf und schmeißt die eigenen Bedürfnisse über Bord und klammert sich nur in die andere.

00:26:29: Das ist dieser ängstliche Bindungestyp ja?

00:26:33: Und der Andere sagt ne ich bin der Autonome oder der Vermeidende das muss alles für mich passen sonst bin ich ganz schnell wieder aus der Verbindung raus.

00:26:42: Ja und wie du sagst es braucht gar kein Gleichgewicht aber es braucht eine Harmonie dazwischen es braucht Fähigkeiten im Beiden.

00:26:52: Aber wenn daraus was Partnerschaftliches wird, wenn wir beide das in uns quasi fördern wollen also gegenseitig auch.

00:27:03: Dann wird daraus ja ein sich näherendes System und kein sich quasi kraftraubendes System.

00:27:12: Und da geht es gar nicht um Perfektion oder so, sondern das ist wie ein Leuchtturm.

00:27:18: Wenn wir uns verloren haben und es wieder eine Richtung gibt ... Moment!

00:27:24: Vielleicht muss ich gerade mal nach mir schauen?

00:27:26: Vielleicht habe ich mich zu sehr im Interesse für dich verloren.

00:27:30: Vielleicht macht mir das alles nur Angst und deshalb werde ich hektisch oder blöd oder abweisend oder was auch immer.

00:27:38: Das sehen wir auch in der Sexualität und da bin ich interessiert, wie du das siehst.

00:27:41: Weil du dann noch viel mehr Einblicke bei anderen Menschen hast.

00:27:45: Gerade dieses... Es ging ja auch gerade viral von irgendeiner Sexualtherapeutin oder Parttherapeute wenn es heißt, er braucht in Anführungszeichen eine gewisse Menge an Sex Und Sie muss ihm das bieten sonst könne sie sich nicht wundern, wenn er woanders hingeht.

00:28:03: Da schlag' ich ja die Hände über dem Kopf zusammen.

00:28:06: Aber überhaupt dieses, wie häufig eigentlich die Grundidee von Sexualität ist.

00:28:10: Ich hab ein Interesse an dir und das ist so groß dass ich idealerweise mit dir verschmelzen will.

00:28:16: Ja?

00:28:17: Und dann wird daraus irgendwann nicht braucht was und ob du das willst oder nicht ist gar nicht so wichtig grad.

00:28:24: Das ist ja schrecklich!

00:28:26: Also wie siehst denn du das?

00:28:28: Ich bin da ganz ... also auch richtig als ich das gesehen habe Ja, wie nennt man das?

00:28:36: Ist irgendwie was populistisches.

00:28:37: Aber irgendwie in so eine komische Richtung... Also jemand muss jemand anderem Sex geben.

00:28:45: So als Grundhaltung und blöderweise oder vielleicht auch passender Weise ging es jetzt um.

00:28:50: sie muss ihm das geben.

00:28:53: Und das ist ja glaube ich schon auch das gängigere Narrativ oder auch das Narrativ, was besser ins Patriarchat passt.

00:29:00: wo ich jetzt sagen würde Ja, das ist auch echt verwurzelt in uns.

00:29:05: Ohne dass wir uns das ausgesucht haben die wir heute leben sozusagen als kulturelle Prägung so wie Frauen und Männer sich treffen zur Sexualität.

00:29:16: Und es ist ich also ich glaube ganz dringend nötig dass wieder aussteigen.

00:29:19: ja Also ich gebe Ich muss etwas geben jemand anderem dass der zufrieden ist.

00:29:26: Ich bin da wieder bei der Eigenverantwortung.

00:29:29: Ja, ich bin natürlich verantwortlich zu gucken, was möchte ich vielleicht geben?

00:29:36: Und wo bin ich aber auch verantwortlicher zu sagen ... Ah!

00:29:40: Hier möchte ich eigentlich etwas geben.

00:29:42: Aber aus diesem oder jenen Grund geht es für mich aktuell nicht.

00:29:48: Und gleichzeitig bin ich natürlich auch verantwortlich zu merken, hier habe ich ein Bedürfnis vielleicht nach Nähe und Nachsexualität.

00:29:58: Ich wünsche mir das dieses Bedürfenes auch erfüllt ist und was brauche ich dafür?

00:30:02: Was braucht aber dieser Mensch dann auch wieder um Interesse?

00:30:08: Was brauchen wir miteinander dafür, dass wir uns da auch treffen können tatsächlich?

00:30:13: Anstatt zu sagen hier kriege ich es nicht.

00:30:15: Da hole ich's mir halt woanders und ich glaube auch ganz ehrlich das das so simpel nicht ist.

00:30:23: also ich erlebe auch immer mal wieder Männer in Begleitung die sagen naja ich komme jetzt aber auch weil ich will ja genau nicht fremd gehen Genau.

00:30:34: Oder ich erlebe auch Frauen, die sagen ... Also auch andersrum, wo Männer sich total sexuell zurückgezogen haben und vielleicht gar nicht sich das anschauen wollen was dann da los ist bei denen oder in der Beziehung Und auch eine Frau total verzweifelt sein kann und sagt Ich weiß gar nicht, was ich machen soll.

00:30:53: Da is irgendwie kein.

00:30:54: Aber ich will's mir ja auch nicht einfach woanders holen.

00:30:58: Großes Dilemma oft weil auch so Gespräche zu ... ich sag mal, Absprachen zu Nicht-Exklusivität sexueller Natur geht dann meistens auch gar nicht in solchen ... Also es müsste man heimlich machen.

00:31:14: Und da bin ich ja schon wieder bei so einem ... also diese Heimlichkeit.

00:31:18: Ich mag das alles nicht so stark werden aber... Schöner ist, auch wenn ich schaffe zu kommunizieren oder mich selber einzubringen sozusagen mit diesen Dingen die da in mir gerade lebendig sind.

00:31:33: Als zu sagen ja gut also hier kriege ich aber was nicht dann ist ja völlig normal.

00:31:39: Also klar, wenn ich einen Joghurt brauche und den gibt es in dem Eingeschäft nicht, gehe ich halt in den anderen.

00:31:44: aber das ist ein ganz anderes Prinzip.

00:31:47: Genau genau!

00:31:48: Und da wird auch deutlich was ich vorhin gesagt habe und da wird so schön plastisch.

00:31:53: In der Sexualität zeigen sich die Dinge häufig so deutlich weil wir quasi können nur sexuell ... verbunden sein oder eben nicht.

00:32:03: Da wird so ganz schwarz-weißen ein Stück weit, ja?

00:32:07: Aber da zeigen sich Dynamiken die sich auch auf allen anderen Ebenen abspielen.

00:32:11: und da meine ich genau das Ich brauche dich auf eine gewisse Art und Weise.

00:32:14: Ich brauch dass du passt jetzt auf Sexualität bezogen.

00:32:17: Ich braucht es dass du so und so häufig mit mir schläfst.

00:32:20: Ja aber dann wird gar nicht gefragt welches Bedürfnis liegt denn bei mir dahinter?

00:32:26: Brauch ich das für mein ego oder ist das tatsächlich meine einzige Liebesprache, die ich habe und ich möchte dir diese Liebe zeigen bzw.

00:32:34: sie empfangen auf dieser Art?

00:32:36: Also da sind ja ganz viele Gründe, die dazu führen.

00:32:40: aber auch der Dynamikebene, auf der oberflächlichsten Ebene zeigt sich das nur als dieses Wir müssen schnell wieder passen wir müssen schnell zusammenkommen Und da geht jedes Interesse, jede Begegnung verloren

00:32:55: Ja, und was ich natürlich in der Sexualität auch erlebe.

00:32:58: Und da bin ich auch interessiert wie du das siehst, gerade mit dieser evolutionären Perspektive ist ja oft dieses Ach so es ist irgendwie langweilig geworden Es ist nicht mehr spannend genug wir haben halt nicht mehr so häufig Sex, weil ich habe mir auch ein Jahr lang schon mal gar keinen Sex gehabt oder so oder noch länger.

00:33:17: und jetzt fügen wir irgendwas von außen hin zu das Teu, die tolle Unterwäsche.

00:33:26: Irgendwelche Events, die wir besuchen ...

00:33:29: Oder dritte Menschen?

00:33:31: Genau,

00:33:31: dritte Personen abgesprochenerweise um das Ganze ... Ich sag mal wieder aufzupeppen oder so einen typischen Adventskalender ja wo ich eigentlich immer wieder höre vielleicht haben wir jetzt mal zehn Türchen aufgemacht und dann lag der aber auch irgendwo in der Ecke und benutzt haben wir es alles überhaupt gar nicht.

00:33:54: Was ist das, nach außen zu verlagern?

00:33:57: Vielleicht auch... was wird da versucht und aus deiner Perspektive.

00:34:02: Und was wäre aber viel eher interessant tatsächlich auch vielleicht nachhaltiger anzugehen?

00:34:12: Also ich glaube es ist wichtig und da möchte ich gerne auch deine Meinung zu hören.

00:34:16: Aber für mich ist es ganz stark klarzumachen Sexualität an sich ist kein Bedürfnis zumindest so wie ich Bedürfnis definiere.

00:34:25: Sondern Sexualität erfüllt ein Bedürfenes oder kann ein Bedirfenes erfüllen?

00:34:31: Und das können unterschiedliche sein, während wenn es ganz einfach Lust und auf Geilheit aus ist... ...und es ist ja auch schön mal einfach nur dieser Lust zu folgen

00:34:40: usw.,

00:34:41: aber dann es erfüllt ist das Bedürftnis nach Stimulanz.

00:34:45: Aber Sexualität vor allem partnerschaftliches Sexualität soll vor allem eben auch häufig die das Bedürfnis nach Verbundenheit erfüllen.

00:34:53: Das ist natürlich nicht ganz getrennt, es darf auch verbundener Sex stimulant sein und umgekehrt.

00:34:58: Aber da gibt's noch eben dieses dritte Bedürfenes von ... Da gehts um mich, autonomie, Selbstwirksamkeit Und auch quasi Ego-Kitzel Nach dem Motto Wenn wir miteinander Sex haben fühle ich mich bestätigt.

00:35:12: Da kann ich mich zeigen oder fühl ich mich gesehen, es geht gar nicht so sehr um die Verbundenheit sondern da krieg' ich was.

00:35:19: Das heißt das ist wichtig dass Paare sich klarmachen aus welchem Bedürfnis heraus habe ich dann diesen sexuellen Antrieb?

00:35:24: weil wenn die Sexualität einschläft oder langweilig wird dann liegt's daran dass die Menschen aus unterschiedlichen Ecken kommen, aus unterschiedlichem Bedürfenissen.

00:35:33: letztendlich und natürlich Also das kann funktionieren, dass irgendwas von außen genommen ist oder irgendetwas da so einen frischen Wind reinbringt.

00:35:45: Aber worum es ja an erster Linie geht, ist dieses Tatsächlich sich klar zu machen auch wenn das wie so abgedroschen klingt oder fast schon esoterisch.

00:35:55: Ja aber du bist in jedem Moment ja jemand anders.

00:35:59: also Wie könntest du langweilig werden?

00:36:01: Wenn ich dir wirklich begegne bist du heute jemand anders als du gestern warst.

00:36:06: Ja?

00:36:07: Das heißt, wenn wir es schaffen in dieses Begegnungsfeld und diese Neugier einzutauchen auch sexuell aber nicht nur sexuell da zeigt sich's nur wieder so deutlich.

00:36:16: Aber das gilt auch im Kommunikation das gilt um was wir essen das gilt wie wir miteinander umgehen Wie wir miteinander reden was für Hobbys haben.

00:36:22: Und ja aber wenn wir da lebendig bleiben und immer wieder neu gucken wer ist denn da?

00:36:28: und jetzt Nicht nicht planmäßig mache ich mal etwas anderes sondern lasst es sich einfach neu entfalten.

00:36:37: Also ich stelle mir gerade vor, ich blasse eine Kerze aus und jedes Mal entwickelt sich dieser Rauch neu.

00:36:44: Dann kann ich doch jedes mal da reingucken und sagen wow wie schön!

00:36:49: Und wenn Sexualität das werden kann... Und dann natürlich manchmal so oh das war aber besonders schön, das sollten wir häufiger machen.

00:36:57: Kommt da dieser Geilheits- und Lustaspekt rein?

00:36:59: Der ist ja auch fein.

00:37:00: Aber es geht darum echt zu begegnen und nicht nur sich einander zu reiben, um irgendwas zu erfüllen von dem wir gar nicht genau wissen was wir eigentlich suchen.

00:37:13: Und dann geht das alles ohne groß... externes, ohne groß Euphorie oder so.

00:37:22: Sondern dass es eher was ganz stilles, was langsam macht, was zur Ruhe kommt und sich in die Augen schaut, das vielleicht auch Trauer hochbringt und sich da begegnen kann.

00:37:35: Ja?

00:37:37: Ja!

00:37:38: Auch das ist wieder total reichhaltig.

00:37:40: Das gesagt ich interessiert auch meine Meinung weil auch wie du auf Beziehung schaust mit diesem ... das Bedürfnis nach Verbindung, des Bedürfs nach Ich-Selbstsein und des Bedirfs nach Stimulation sozusagen.

00:37:56: Das sehe ich alles in der Sexualität, dass es da drin ist.

00:38:01: Und ich würde auch eher sagen, Sexualität ist ein Weg, wie ich unterwegs sein kann mit diesen Bedürfenissen.

00:38:10: Ja?

00:38:12: Und... Vielleicht kann es gerade noch so etwas geben, wie ich hab auch einen Bedürfnis mich sexuell ... Ich sag jetzt mal auszudrücken.

00:38:22: Das wär aber wieder eher auf dieser ... Ich-Ebene vielleicht?

00:38:27: Ja.

00:38:29: Oder ich habe eben das Bedürfen, dass mich auch sexuell mit jemandem zu verbinden oder ich hab eben auch das Bedirfnis nach sexueller Stimulationen.

00:38:38: So das kann ich auch noch verstehen.

00:38:41: Aber das ... ist auch mal der rein funktionale Sex, so wie Essen oder Schlafen.

00:38:51: Da muss man sagen, das dient dann eigentlich der Fortpflanzung sagt ja zu meinen ... durchschnittliches Hirn zum Thema Evolutionsgeschichte?

00:39:02: Das ist erst mal verzichtbar!

00:39:05: So nicht wie Essen und Schlaf oder Trinken

00:39:08: Nee, aber es ist so wie Handy-Scrollen oder mein Feierabendbiet trinken.

00:39:13: Also das gibt's ja sogar im Extrigenland.

00:39:15: diese Sucht tatsächlich und das ist ja weil das gewisse Botenstoffe endorphine usw.

00:39:20: auslöst Ja?

00:39:22: Und wenn das aber dazu führt dass ich jemand anderen also wenn ich irgendeinen Stimulanz junkie sein will fein Aber wenn ich dafür jemand anders brauche oder die auch noch ihren Körper zur Verfügung stellt, da hört es einfach auf.

00:39:39: Und das wird ja natürlich dann auch... aber das ist nochmal ein eigenes Thema über Pornogenz stark gesteigert diese ganz hochgepushte hochfrequente Hormonausschüttung, die da stattfindet.

00:39:51: Davon können wir süchtig werden genau wie bei schnellem Autofahren beim Tanzen, beim Drogennehmen oder bei Handyscrollen.

00:40:03: und dann geht es gar nicht um die Verbundenheit.

00:40:06: Da geht's schon gar nicht über andere Personen sondern darum dass ich meinen Kick brauche und den kann ich halt gewohnheitsmäßig weil ich seitlich vierzehn bin Pornos guck nur sexuell irgendwie antizipieren.

00:40:21: Ja, und dann ist es ja auch...

00:40:22: Entschuldigung!

00:40:24: Du hast vorhin gesagt, wenn das gelingt dass ich mich interessiere für dich, für mich, für was wir miteinander machen, dann ist das jedes Mal neu und ich liebe das weil ich weiß noch wie ich... Es ist schon einige Jahre her jetzt aber Irgendwann ist mir das auch so bewusst geworden.

00:40:44: Und ich erinnere das noch ziemlich genau, da war ich in einer längeren Partnerschaft und es war dann eine Partnerschaft, wo Sexualität jetzt mal wirklich diesen Begegnungskarakter endlich hatte.

00:40:55: Ich hatte das nicht seit ich angefangen habe mit Sex oder das hat sich irgendwie entwickelt.

00:41:02: Da würde ich sagen okay ... Ab dem Zeitpunkt, wo ich in der Lage war mir selber noch mal tiefer zu begegnen.

00:41:08: In der Sexualität konnte ich auch nochmal mehr diese wirkliche Begegnungsebene im Zweier-Kontext finden und wahrnehmen.

00:41:18: Und ich weiß noch wie ich mich gefühlt habe, weil ich dachte ... Wir haben jetzt schon so oft miteinander Sex gehabt!

00:41:26: Es ist immer noch irgendwie immer wieder anders.

00:41:30: Ja?

00:41:32: Es ist nie genau das Gleiche.

00:41:35: Und das passiert natürlich auch nur, wenn ich bereit bin, flexibel in mir vielleicht auch Dinge zu verfolgen, Impulse überhaupt aufsteigen zu lassen wahrzunehmen, denen zu folgen und eben nicht einer bestimmten Choreografie sage ich jetzt mal Folge wie ... Ich mach vielleicht auch immer den gleichen Porno an oder die gleiche Art-Porno.

00:42:03: Es gibt ja auch ganz viele Paare, die haben ein sehr schmales Fenster in dem sie auch Sexualität miteinander leben.

00:42:09: Weil es Sicherheit gibt auf der anderen Seite.

00:42:13: Weil's natürlich auch vereinfacht oder weil eben auch diese wenige Kapazität im Alltag sagt ... Okay wir haben jetzt fünfzehn Minuten!

00:42:21: Wir haben keine Zeit für Experimente.

00:42:26: Richtig, ja.

00:42:28: Aber da würde ich schon auch sagen... Es ist absolut möglich.

00:42:33: Wir auch Begegnung, wir können ja mit Freunden oder mit lieben Menschen... Es ist so, dass wir in den

00:42:46: Momenten

00:42:47: ein

00:42:49: Interesse haben.

00:42:52: Wenn ich mich nur alle Wochen oder mit meinen Freunden treffe und mit dem Essen gehe, dann bin ich präsent.

00:43:02: Wenn ich mich täglich zweimal mit der Person unterhalten würde und essen gehen würde, dann würde mein Interesse weggehen.

00:43:08: Und dann würde ich währenddessen an meinem Handy scrollen.

00:43:10: Das passiert aber zu Hause!

00:43:13: Das passiert auch sexuell.

00:43:16: Um das mal ganz plastisch zu machen ... Ich kann mir vorstellen... Viele Menschen können uns folgen.

00:43:24: Aber fragen sich dann, ja aber wie und wo anfangen?

00:43:28: Ich

00:43:28: glaube das fängt da an wenn wir uns verabschieden von unserer Partnerperson dass wir uns da dreißig Sekunden Zeit nehmen und nicht einfach sagen so tschüß ich gehe dann Bei, so haben wir einen schönen Tag.

00:43:40: Sondern wirklich kurz mal innehalten und zwei, drei Atemzüge miteinander nehmen und uns wirklich mal in die Augen schauen und dann merken da hast du eine neue Falte, die habe ich gestern noch gar nicht beobachtet.

00:43:50: Also überhaupt sich überhaupt wahrnehmen ja?

00:43:53: Und dann so okay hey, habt einen guten Tag!

00:43:57: Und genauso beim Wiederkommen Und genauso, wenn wir dann in den Abend übergehen.

00:44:02: Wenn wir alle unsere To-do's gemacht haben oder die Kinder im Bett sind und so ja?

00:44:06: Nicht dann gleich wie jetzt hätten wir noch was.

00:44:08: oder willst du?

00:44:08: ne Du guckst Fernsehen alles klar und setze mich dazu und warte irgendwie auf dem Signal von dir oder so Sondern sich wirklich begegnen und sagen hey lass uns mal kurz zusammen runterkommen.

00:44:18: Das muss nicht das kann ein Riesenritual sein oder es kann ganz besonders sein.

00:44:22: dafür gibt Es auch tools das kann man machen das hilft aber das muss gar nicht groß sein.

00:44:28: Das kann eine ganz einfache Sache sein von hey, lass uns mal kurz unsere Hände halten und das spüren.

00:44:34: Lass uns mal unsere Köpfe aneinanderlegen und kurz mal merken wie anstrengender Tag war aber dass jetzt auch mal abgehalten lassen.

00:44:41: Und daraus kann dann irgendwas werden.

00:44:43: so ja muss nicht aber kann.

00:44:49: Ja damit sprichst du was ganz Wichtiges an finde ich auch weil Ich erlebe das oft, dass auch so bei ... Wir pflegen unsere Beziehungen oder wir pflegnen auch unsere Sexualität sind.

00:45:00: So ah jetzt fahren wir mal auf ein Tantra-Wochenende oder ähm da müssen wir vielleicht mal Kurs XY machen.

00:45:11: also es ist oft gleich sehr große Dinge die ja nicht verkehrt sind.

00:45:17: aber ich würde immer sagen Hey, es geht darum auch im Alltag oder insbesondere im Alltag das hinzukriegen eigentlich die Dinge mit reinzunehmen.

00:45:27: Die auch einen Wert haben für was auch immer das Paar miteinander gerade sucht.

00:45:33: mehr zu erleben Da bringt's aus meiner Sicht wenig, jetzt irgendwie Freitag, Samstag, Sonntag auf ein paar Seminar zu fahren und danach weiterzumachen wie bisher.

00:45:45: Sondern da geht es dann ja auch drum eigentlich die Dinge zu integrieren.

00:45:49: Und wo fängt das an?

00:45:50: Sexualität nicht im Schlafzimmer!

00:45:55: Rondern eben vielleicht bei der Verabschiedung oder beider Begrüßungen oder am Küchentisch oder auf dem Sofa ... Ich mach das gerne, auch mit Menschen zu fragen.

00:46:11: Ja wo nimmst du denn eigentlich deine Partnerperson als Wesen tatsächlich mal wahr?

00:46:18: Wo gibt es das in deinem Alltag?

00:46:20: und was fällt dir dann auf an diesen Menschen?

00:46:23: Gar nicht so sehr zu sagen mache jetzt das XY sozusagen die und die Handlung sondern zu gucken ach was gibts denn eh und meistens gibt's schon mehr oder vielleicht auch eine Kleinigkeit, wo ich immer sagen würde naja es geht darum das auch noch mal mit einer anderen Form von Haltung oder Bewusstsein

00:46:48: sozusagen

00:46:48: zu erleben ohne dass es dann da aufhört ja das ist dann nicht die Lösung für alles aber das ist der Anfang.

00:46:55: Aber

00:46:55: da fängt's an genau und wie gesagt am Anfang einer Partnerschaft haben wir das immer Da merk ich, da hast du so ein Grübchen und da lachst du auf eine bestimmte Art.

00:47:05: Oder wie du dich das erste Mal bei der Intimität bewegst oder so.

00:47:08: Das ist wie so Wow!

00:47:09: Mindblowing.

00:47:11: Und irgendwann packe ich dich in so ne Form von Ah jetzt kenne ich dich?

00:47:15: Jetzt müssen wir funktionieren.

00:47:17: Das geht ja sogar soweit dass die Psychologie sagt es gibt diese Phasen in einer Partnerschaft.

00:47:23: natürlich hat das n Stück Weinhand und Fuß.

00:47:25: das is aber meiner Meinung nach Kulturell Also artificiell muss, künstlich.

00:47:33: Das ist so weil wir es nicht anders können und auf eine bestimmte Art und Weise in Beziehungen sind.

00:47:40: Das muss nicht so sein.

00:47:42: ich kann nach fünfzehn Jahren Partnerschaft mit dir immer noch genauso verliebt sein wie am ersten Tag wenn ich dich immer wieder beobachte und immer wieder neu wahrnehme.

00:47:50: ja Wenn ich dich genau so verliebt angucken kann und beobachten kann wäre du Karottenschneidest.

00:47:55: Ja Wie beim ersten Date Und das ist ja das Interessante.

00:48:02: Das geht verloren, weil wir in diesem vollen Kultur leben, die für diese echte Begegnung keinen Raum hat und wir nicht lernen wie es geht?

00:48:11: Ja!

00:48:12: Wenn wir uns dann trennen, passiert das Interesse.

00:48:17: Wir haben seit Ewigkeiten kein Sex mehr, alles ist ätzend.

00:48:20: Wir streiten uns nur und es ist langweilig.

00:48:23: Womöglich kriegen wir noch Begeisterung für jemand extern?

00:48:26: Der hilft uns auszusteigen und genug Momentum aufzubauen.

00:48:30: Dann haben wir uns getrennt ... Auf einmal sehe ich dich wieder!

00:48:34: Weil du nicht mehr jeden Tag vor der Nase rumtanzst.

00:48:38: Und dann sehe ich plötzlich wieder, vielleicht war's doch nicht alles so schlecht usw.

00:48:43: Wie häufig habe ich das bei den Paaren, die ich in einer Trennung begleite?

00:48:48: Dass sie dann über die Trennung plötzlich wieder so viel Distanz haben, dass Sie sich überhaupt wieder sehen

00:48:53: können.

00:48:55: Und dann sofort aber die Trenchungen wieder infrage stellen direkt wieder zusammenkommen oder sagen, nein jetzt doch!

00:49:03: Aber unmittelbar wieder die alten Muster aufnehmen und sich dann wundern wie herjetzt fühlt es sich wieder an Und das hat alles mit dieser Begegnung zu

00:49:12: tun,

00:49:13: mit diesem Moment von Achtsamkeit.

00:49:17: Das ist mehr eine Haltung als jetzt eine Riesenpraxis

00:49:20: so.

00:49:22: Ja... Ich habe jetzt einen verrückten Gedanken und da sind wir wahrscheinlich wieder beim Anfang und bei diesem Denkapparat, mit dem wir hier ausgestattet sind.

00:49:33: Ich würde jetzt ja mal unterstellen, dass wahrscheinlich Tiere egal welcher Art Die machen das einfach, oder?

00:49:42: Also die nennen das natürlich nicht Achtsamkeit.

00:49:45: Aber sie haben quasi so eine eingebaute Präsenz und Begegnungsorientierung und Achtsamenkeit weil ... Die können ja gar nicht.

00:49:53: also so stelle ich mir das vor.

00:49:54: Ja, die können gar nicht ausweichen.

00:49:56: Die sind einfach da wo sie gerade ... Sie sind

00:49:58: sehr präsent einfach.

00:50:00: Da präsents ist da das Wort.

00:50:03: Weil sie noch gar nicht die Fähigkeiten haben sich zu sehr irgendwelche Konstrukte zu bauen.

00:50:08: Manche Tiere schon.

00:50:09: Säugetiere kriegen das hin, auch Hunde haben die Vorstellung von jetzt geh ich zu meinem Fressen ab und dann ist da plötzlich leer.

00:50:18: Das geht schon aber das ist längst nicht so ausgeprägt wie bei uns Menschen.

00:50:25: Da schließt sich wirklich der Kreis zu dem Anfang.

00:50:27: also wir haben uns eine Kultur geschaffen, die viele Vorteile hat vor allem auf einer Idee entsteht wie wir sein sollen Mit Werten, die teilweise toll sind und fragwürdig sind.

00:50:39: Ja, Religion und was es da alles gibt?

00:50:42: Und dabei haben wir ... Ich will fast sagen neben Ernährung den wesentlichsten Punkt, dem wir brauchen als Mensch, nämlich unsere Verbundenheit mit anderen.

00:50:52: Haben wir komplett verloren.

00:50:53: Mhm.

00:50:55: Und ich will gar nicht mal sagen verlernt, weil das war mal intuitiv.

00:50:59: Da war ja kein Programm dahinter.

00:51:02: Wir haben mal entsprechend gelebt, sonst hätten wir diese Bedürfnisse jetzt nicht und dieses Nervensystem, wie wir es haben hätten wir sonst nicht.

00:51:12: Also wir haben das mal gelebt und dann haben wir uns eine andere Lebensweise angeeignet die wenn wir das weiter betrachten immer schlimmer wird.

00:51:20: jetzt bedürfnisspezifisch ja?

00:51:23: Und wir haben seitdem nicht gelernt das miteinander zu verbinden und da widme ich ja all meine Arbeit rein so.

00:51:37: Ja, ich merke so es ist wahnsinnig schön das alles mit dir auszubreiten.

00:51:44: Ich bin ja auch eine Freundin der Komplexität.

00:51:48: Das gefällt mir weil da könnten wir ja noch in alle Richtungen...

00:51:53: Ja und ich würde auch sagen also ich habe immer noch Lust total die Dinge nochmal wieder aufzugreifen irgendwie mit dir.

00:52:00: Gerne!

00:52:03: Auch weil ich mir gut vorstellen kann, dass Menschen, die uns jetzt zugehört haben auch denken, das ist ja alles ganz schön komplex da.

00:52:09: Ich hab vielleicht immer so die Idee es gibt hier ... Ich kann A, B und C machen um das Ding mit meiner Beziehung zu lösen oder mit meinem Sex?

00:52:18: Ja, und dummerweise bin ich doch dieses eigentlich dreihunderttausend Jahre alte Wesen was meine Bedürfnisse angeht Und vielleicht mein Nervensystem und meinen Körper Und es ist alles nicht so trivial.

00:52:37: Nee, sicher nicht.

00:52:38: und gleichzeitig hört meine Arbeit da nicht auf dass ich einfach nur darüber aufkläre und dann sage ja so ist das aber wir wissen nicht wie sondern ich habe Modelle und Ideen und Methoden entwickelt wie wir das tatsächlich klarer in den Vordergrund bringen können in unserem Alltag.

00:52:58: Wir müssen nicht alle wieder irgendwie im Klans durch die Steppe laufen, um ein Gefühl von Stimmigkeit und Erfüllung in uns zu haben auch wenn das helfen würde.

00:53:10: Natürlich leben wir in der Kultur, in der wir leben aber da können wir eben genauer gucken was brauchen wir denn?

00:53:14: Das ist so wie wenn die Wissenschaft jetzt erzählt was wir an Nährstoffen brauchen dann checken wir okay wir können nicht nur Fast Food essen Und wenn wir das dann tatsächlich ändern und es muss sich gar nicht mal perfekt machen oder so, ja?

00:53:29: Du hast auch im Vorgespräch mal von der bewussten Tüte Ships gesprochen.

00:53:34: So ist völlig fein, aber wenn ich dann Bewusstsein für habe, dann merke ich auch gleich wow okay!

00:53:40: Das tut mir tatsächlich gut.

00:53:43: Ja.

00:53:43: Und wie schön ist das solche Momente mit unserer Partnerperson zu haben?

00:53:47: Oder auch was es ich, wenn ich Kinder hab... nicht immer die Anzuschreien um mich hinterher dafür zu schämen, sondern zu begreifen überhaupt was braucht es denn damit wir uns nicht alle komplett auf die Nerven gehen.

00:54:01: Und das ist kein Hexenwerk da ist eine Wissenschaft dahinter und ne ganz praktische Methodik.

00:54:09: gerne können wir dann noch mal tiefer rein.

00:54:10: also ganz praktisch vielleicht auch weil viele Menschen fragen sich wie du sagst okay klingt alles gut.

00:54:17: aber

00:54:19: Ja, und ich würd sagen wir verabreden uns noch mal.

00:54:23: Und vielleicht gibt's aber wie so eine Sache ... Was würdest du sagen wenn es jetzt so eine Sachen gibt wo Menschen nur einen Tag lang mal eine Sache anders machen könnten?

00:54:35: Was könnte das sein?

00:54:38: Das ist immer diese Radiointerview-Frage.

00:54:41: Eine Beziehungstipp oder was ist das eine Problem?

00:54:45: Aber wenn du mich so fragst...

00:54:47: Das darf ja auch ganz spontan sein, dass es dazu in dir auftaucht.

00:54:50: Genau heute würde ich sagen jetzt würde ich zeigen zeig dich deiner Partnerperson von einer Seite oder erzähle irgendwas Intimes privates verletzliches was du sonst so zurückhalten würdest.

00:55:07: also mit anderen Worten mute dich zu gerne mit einer Vorrede, damit das nicht irgendwie so beim Karottenschneiden nachübrigens.

00:55:16: Und lad das auch ein in der anderen Person.

00:55:20: Weil darüber kreieren wir Transparenz.

00:55:24: Transparens heißt Durchsichtigkeit und nur wenn jemand durchsichtig ist kann ich auch ein echtes Interesse immer wieder an dir entwickeln weil sonst sehe ich ja nur diese Fassade von dir oder diese Rolle.

00:55:35: Das heißt nochmal ausgedrückt erzähl Deiner Partnerperson, was Verletzliches, wo du dich vorher für Schämen ... geschämt hättest oder das versteckt hättet.

00:55:47: Weil du denkst dieser Teil ist nicht liebbar von außen?

00:55:51: Und red auch über deine Gefühle dabei!

00:55:54: Also wie ah ich hab das bisher nicht erzählt bei ... weil ich denke dass du das unattraktiv findest.

00:55:59: Weil ich denke, dass du mich dann bewertest ja und wenn das auf Interesse stößt also da brauch es natürlich eine Teilende Person und eine zuhörende Person.

00:56:12: Eine empfangene Person, ja?

00:56:15: Also ganz so einfach, dass ich nicht merke gerade.

00:56:16: Ja aber wenn das auf ein Gegenüber stößt entsteht da Bindung und Verbindung.

00:56:25: Obwohl was ist wo ich eigentlich das Harmonie erwarten würde?

00:56:30: Und das ist das geilste Gefühl überhaupt Wenn ich sage eigentlich Mit Disharmonie verbunden und was ich rauskrieg ist noch engere Verbundenheit.

00:56:45: Ja, das ist nochmal ein schöner Appell so, ne?

00:56:49: Also dieses... Was ich ja auch immer ... ... denke, man darf auch das ja sogar klein anfangen.

00:56:56: Also vielleicht ist es nicht direkt das Größte im Liebegeheimnis?

00:57:01: Was ganz alltägliches!

00:57:02: Ganz, ganz klein!

00:57:03: Einfach nur heute war x, y und eigentlich würde ich's jetzt vielleicht nicht sagen und einfach mit mir selber ausmachen aber oh... Ich bring mich mal ein mit dem was gerade in mir da auch lebendig ist zeige mich Ich schaffe vielleicht auch einen Moment, der authentisch sozusagen ist.

00:57:27: Und steige eben aus diesen ... ach ich mange jetzt hier unseren Abend und dass alles so smooth durchläuft.

00:57:36: Nee wir haben vielleicht noch

00:57:37: mal

00:57:38: zehn oder fünfzehn Minuten in denen wir was Echtes miteinander erleben können.

00:57:44: Ja genau!

00:57:46: Und wenn das so schwer fällt, es aus dem Stegreif zu machen gibt's ja diese wunderbaren Spiele mittlerweile in allen möglichen Formen.

00:57:52: Diese Kartenspiele wo irgendwelche Fragen draufstehen und das kann sowas banales sein wie wer war dein Superheld als du neunzehn Jahre warst?

00:58:01: Ja.

00:58:02: Dann hab ich... Wenn Du mir davon erzählt, wie begeisterst Du warst oder was Deine Bravo-Poster früher an der Wand waren oder so.

00:58:08: Da lerne ich eine Yvonne kennen die wieder interessant finden kann!

00:58:15: Oder ja, was ist ein Musikgeschmack den du gerne hast aber der dir total peinlich is?

00:58:20: Also das kann sowas sein.

00:58:22: Aber darüber kommt Verbindung und Begegnung zustande weil dafür haben wir kein Muster Dafür haben wir noch keinen preset.

00:58:30: Ja

00:58:32: sehr spannende Frage.

00:58:33: vielleicht strechen wir beim nächsten mal über den Poster unserer Jugend Weil da gibt es bei mir auf jeden Fall ein paar interessante Details.

00:58:47: Siehste, ja.

00:58:48: Aber merkst du?

00:58:49: Wenn wir doch überteilen würden, würde das eine Ebene von Intimität aufmachen.

00:58:54: Total!

00:58:54: Die überhaupt

00:58:55: nicht sexuell ist, sondern erst mal ne Begegnung wird.

00:58:59: Ja da zeigst du dich oder zeigen dir uns.

00:59:03: Ja und die... Also, ich finde dieses Spiel richtig gut.

00:59:08: Ich hab auch selber richtig gute Erfahrungen gemacht bisher damit.

00:59:12: Ich empfehle das auch total gerne an Klienten und Klientinnen.

00:59:15: Weil eben oft wie du auch sagst, sind dann erst mal so ... Ja, aber worüber reden wir denn?

00:59:20: Sonst sagen es doch, was sollen wir uns dann fragen?

00:59:24: Es braucht irgendwie erst mal eine Anregung vielleicht tatsächlich auch.

00:59:29: Aber genau da steckt sehr viel Verletzlichkeit und Echtheit drin!

00:59:34: Ja.

00:59:37: Lieber Ruhm, hast du noch irgendwas zum Abschluss was du noch zum Besten geben möchtest?

00:59:43: Überlasse dir ja den

00:59:46: Tonweise.

00:59:47: eigentlich weil ihr so viele schöne Themen berührt und es ist so schön mit dir darüber auch zu sprechen.

00:59:52: also wir sind da in einem guten Flow aber ich kann's da auch grundlassen sonst wirds vielleicht einfach sehr groß.

01:00:00: ja und dann gerne gerne nehme mich die Einladung an wenn du sagst hier machen gezielt noch mal weiter.

01:00:06: Mhm,

01:00:08: von mir aus auch sehr gerne.

01:00:09: Ich danke dir für deine Dasein ... Ja!

01:00:14: Für dein ... ja, auch noch mal aus so einer Perspektive über Beziehungen zu sprechen und auch deine Energie da reinzubringen als Partherapeut.

01:00:27: Das ist wirklich eine Arbeit die so wichtig ist.

01:00:32: Und einfach ... Ich glaube auch immer wichtiger wird, weil Menschen ja schon das Bedürfnis haben in Beziehung zu sein.

01:00:41: Und ganz viele sich fragen wie geht's denn eigentlich?

01:00:43: In meinem Kopf muss ich hier noch ein paar Fragen notieren für wenn wir uns wiedersehen ... Die auch ich mir jetzt doch verknäufe!

01:00:53: Aber es ist sehr lebendig und es gibt auch eine Idee, wie lebendige Begegnungen der Beziehungen sein können auch nach...

01:01:02: Ja

01:01:03: oder wieder werden kann.

01:01:05: Und eins vielleicht noch, das ist gar nicht mal nur um Beziehungen aufzupäppen oder so sondern das ist das, wonach wir uns eigentlich sehen.

01:01:14: Das ist das normale in Beziehung sein.

01:01:16: Ja!

01:01:18: Das is das Normale.

01:01:19: Wir leben nur in einer Art und Weise die uns sehr davon wegnimmt beziehungsweise den Tag voll macht dass dieses staunende hey wer bist denn du?

01:01:31: heute kein Raum mehr findet.

01:01:34: Das ist aber das Normale eigentlich.

01:01:39: Zumindest immer mal wieder, ja?

01:01:40: Ich

01:01:41: muss nicht den ganzen Tag staunen, aber so alle zwei Tage mal wäre gut.

01:01:46: Ja und ich würde sogar auch sagen, dass es halt richtig Nahrung ist wie wir nicht unterschätzen dürfen.

01:01:55: Total!

01:01:57: Wir kennen das hier alle aus dieser Anfangszeit einer Beziehung mit der Verliebtheit.

01:02:01: da sind wir nur am Staunen Okay.

01:02:07: Sehr schön, dann sag ich jetzt bis zum nächsten Mal lieber Rufen!

01:02:11: Ja?

01:02:12: Ich freue mich schon und ganz herzlichen Dank.

01:02:14: Ja, ich dank dir und ich freu' mich auch sehr.

01:02:16: Danke.

01:02:19: Und wenn dich die Perspektive von Rufen berührt oder auch Impulse, die ihr reingegeben hat neugierig macht, ja lass dir gesagt sein er gibt dieses Wissen eben nicht nur in seiner Arbeit mit Paaren weiter sondern er bildet darin auch tatsächlich Menschen aus.

01:02:35: Und an dieser Stelle kann ich sagen, dass ich auch bei ihm die Ausbildung genießen werde in diesem Jahr und mich unglaublich darauf freue.

01:02:43: Und deswegen ja einfach nochmal lieber sozusagen darauf hinweise das du alle Infos in den Show Notes findest, den Link und auch das besondere Special was er hier nur für diesen Podcast noch mal aufgemacht hat.

01:03:00: Und damit sage ich jetzt auch, dass es stand heute wo ich dieses Outro aufnehme noch zwei weitere Podcast-Volgen mindestens gibt.

01:03:09: Die sind nämlich schon im Kasten die kommen über den Sommer und wir sind fest der Überzeugung das wir uns auch weiter hintreffen werden um podcast Folgen aufzunehmen zu verschiedenen Themen und ich freue mich da sehr drauf.

01:03:25: also wir gehen da richtig in die Tiefe.

01:03:30: zu den Bedürfnissen und der Frage, wie ist das eigentlich auch mit der Passung?

01:03:36: So passen wir dann eigentlich zusammen oder passen nicht zusammen.

01:03:39: Und was machen wir mit dieser Harmoniefrage?

01:03:41: Da wird es auf jeden Fall noch Vertiefungen geben.

01:03:43: also schau immer mal wieder hier im Podcast vorbei damit du das auch mitbekommst.

01:03:50: Vielen Dank fürs Zuhören, fürs Dasein, fürs Dranbleiben und ja ich sag mal bis ganz bald!