Das Missverständnis mit dem Vorspiel

Shownotes

In dieser Folge geht es um eines der größten Missverständnisse rund um Sexualität: die Idee, dass Vorspiel einfach das ist, was vor dem „eigentlichen Sex“ passiert.

Aber was, wenn genau dieses Denken unsere Lust begrenzt?

Ich spreche darüber, warum Vorspiel aus meiner Sicht viel früher beginnt als im Bett, weshalb unser Nervensystem dabei eine zentrale Rolle spielt und warum Sexualität oft nicht daran scheitert, dass wir „zu wenig Lust“ haben, sondern daran, dass wir gar nicht wirklich angekommen sind.

Es geht um Begegnung statt Funktionieren, um Präsenz statt Technik und um die Frage, wann Sex eigentlich wirklich beginnt. Und vielleicht auch darum, warum guter Sex oft lange vor dem ersten Kuss entsteht.

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Alles Liebe, Yvonne

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Die Musik in diesem Podcast: Arrived von Frametraxx: Gemafreie Musik

Transkript anzeigen

00:00:03: Hey!

00:00:04: Hallo, schön dass du da bist.

00:00:07: In dieser Fuss um das Vorspiel gehen wird, gehen soll?

00:00:14: Das Vorspiel zu dieser Folge sozusagen darf sein, dass ich dir einmal verraten was ich hier überhaupt vorhabe mit dir denn ganz sicher findest du hier nicht drei Tipps für besseres Vorspiel.

00:00:28: falls du die erwartest oder falls du denkst, dass das ganze hier in zehn Minuten super viel Mehrwert abwirft Gib bitte woanders hin.

00:00:39: Ich nehme mir Zeit für Dinge, aha!

00:00:42: Auch das hat was mit Vorspielen zu tun und ich habe mir gedacht, ich möchte zu Beginn wirklich einmal kurz aufgreifen warum ich das wirklich für problematisch halte dieses Konzept des Vorspiels?

00:00:56: Ich möchte natürlich auch einmal kurz drüber gehen.

00:01:00: Was ist denn eigentlich das klassische Vorspielmodell und wo beginnt es?

00:01:04: Ja, beginnt es im Bett oder beginnt das woanders.

00:01:08: Gibt's da für irgendwelche Regeln?

00:01:11: Und dann möchte ich auch über das Nervensystem sprechen in diesem Ganzen und die einen Vorschlag machen was viel sinnvoller ist als ein Konzept von Vorspiel in Bezug auf Sex mit sich herumzutragen.

00:01:26: Auch möchte ich so ein bisschen anreißen, wo beginnt denn eigentlich Sex?

00:01:30: Diese Frage... Eigentlich Sex.

00:01:33: Also nicht wo beginnt Vorspiel, sondern wo beginn eigentlich Sex?

00:01:37: Man könnte ja sagen das Ende vom Vorspiel ist der Anfang vom Sex.

00:01:40: ich glaube ganz viele Menschen denken dass Du vielleicht auch bisher Mal sehen ob du es nach dieser Folge immer noch denkst.

00:01:48: und Ich habe dir auch noch was mitgebracht was ich glaube was sich verändert oder was einfach anders sein kann wenn gelingt das Thema vorspiel aus einer anderen Perspektive zu sehen, weiterzusehen.

00:02:05: Vielleicht vollständig zu transformieren?

00:02:08: Mal gucken!

00:02:11: Und zum Schluss habe ich dir auch noch was Kleines mitgebracht und damit sind wir im Grunde schon rein gestartet.

00:02:18: vielleicht hörst du es so ein bisschen auch raus aus meiner Art darüber zu sprechen.

00:02:24: Spoiler Ich bin kein Fan von dem Begriff des Vorspiels.

00:02:35: Ich bin durchaus großer Fan dafür, sich Zeit zu nehmen für Sexualität.

00:02:41: Widerspricht sich das?

00:02:42: Ich glaube nicht!

00:02:48: Was brauchen wir, bevor Penis und Vagina passiert?

00:03:10: Und da geht es ja schon los.

00:03:12: Also Sex ist viel diverser als Penis & Vaginah.

00:03:19: Wir können Penis-Penisex machen in dieser Welt!

00:03:21: Wir können Vaginar-Vaginassex machen.

00:03:24: Wir kann natürlich auch Penis&Vaginasex machen.

00:03:27: Aber wir können aber auch Sex machen, der mit Penis oder Vaginer gar nicht zu tun hat.

00:03:32: Ist das dann noch Sex?

00:03:34: Große Frage... Und meistens sind ja die Schritte dahin, eher zu genitalem Sex.

00:03:44: Sex mit genitalien Kontakt nennen wir es doch vielleicht mal so.

00:03:49: Ah okay!

00:03:50: Es wird ein bisschen geknutscht und gefummelt.

00:03:54: Irgendwo in dem ganzen Ding wird sich noch ausgezogen... ...und dann geht's los.

00:04:02: Und es gibt ganz sicher auch Menschen, die sagen Nein also zum Vorspiel gehört aber noch XY Genau.

00:04:09: Und ich weiß, dass sich in dieser Podcast-Folge überhaupt nicht alles was ich dazu sagen könnte unterbringen kann.

00:04:15: dafür reicht meine Zeit hier nie und nimmer und auch deinen Ohr nicht.

00:04:20: aber ich habe mir einen Plan gemacht und möchte da für dich einmal durchlaufen heute.

00:04:28: Was ich immer wieder höre sind verschiedene Aussagen wie ja Ich brauche ein langes Vorspiel oder Vorspiel ist gar nicht so mein Ding Oder ich finde Vorspielen nicht so wichtig.

00:04:40: Oder ach, Vorspiel lieber nur kurz oder ja ohne gutes Vorspiel geht für mich gar nichts.

00:04:48: Ja also es ist ein bisschen so... Ahja!

00:04:51: Es hat oft schon in den Schilderungen von Menschen die ich auch sehe.

00:04:55: In meinen Begleitungen zum Teil ist das halt auch so'n fester Begriff der gebracht wird und Je nach Anliegen auch in so einer eins zu eins Begleitung frage ich dann natürlich auch nach, was meint das denn Vorspiel und was passiert denn da genau?

00:05:10: Weil das schon auch wichtig ist es zu klären.

00:05:12: Was passiert denn eigentlich genau in deiner Version von Vorspielen?

00:05:19: Und ganz sicher gibt es ja auch ein bisschen den Tenor.

00:05:22: Ja, ein langes ausgiebiges Vorspiel ist irgendwie richtig und wichtig und dafür sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen.

00:05:35: Ich sag jetzt mal ein bisschen böse Männer, die sich da nicht drauf einlassen sind auch irgendwie schwierig.

00:05:42: Und ja also es gibt ganz viele Zuschreibungen irgendwie auch rund um dieses Thema Vorspiel.

00:05:47: Es muss so sein, das darf aber auch nicht zu lange dauern.

00:05:51: Ja im Grunde genommen würde ich sagen eigentlich kann ziemlich viel schief gehen in Bezug auf Vorspiel.

00:05:59: Das perfekte Vorspiel gibt es bestimmt auch in den Köpfen der Menschen, so was wäre das perfekte Vorspiel?

00:06:06: Ist eigentlich auch mal interessant sich diese Frage zu stellen.

00:06:10: Ich merke schon wo ich da lande auf gar keinen Fall im Schlafzimmer.

00:06:14: So viel kann ich dir verraten!

00:06:19: Genau.

00:06:20: aber zu wo beginnt es eigentlich?

00:06:22: komme ich noch, da sind wir noch nicht und war's aber so interessant ist es ja dass in diesem Vorspiel eigentlich schon ganz viel drinsteckt von auch, wo soll denn das eigentlich hinführen?

00:06:33: Deswegen mag ich auch diesen Begriff übrigens nicht.

00:06:35: Weil es so suggeriert danach geht's eigentlich erst richtig los.

00:06:39: Also es gibt eine totale Zielorientierung.

00:06:42: achso des Vorspielen machen wir eigentlich nur damit wir dann mit dem eigentlichen Sex Loslegen können.

00:06:48: Das ist das was mir daran vorrangig überhaupt nicht gefällt gefallen mir auch noch ein paar andere Sachen nicht dran und Ich finde das auch nicht als ich persönlich Yvonne sondern Ich als Frau, die seit zehn Jahren über Sexualität spricht mit Menschen arbeitet.

00:07:02: Über Sexualität spricht Menschen begleitet zu ihren Struggles im Bereich Sexualität.

00:07:10: Er finde wirklich das dieses Wir müssen irgendwo hin und da müssen wir möglichst alles richtig machen dass das unglaublich viel Druck und Stress und das Gegenteil sozusagen von Lust nämlich auch manchmal Unlust verbreitet.

00:07:28: Und was ich ganz viel mitbekomme, ist so diese Frage.

00:07:32: Ja wir schaffen es irgendwie auch nicht anzufangen mit dem Sex.

00:07:35: das ist irgendwie schwierig für uns.

00:07:38: Wir haben keine Zeit dafür oder wenn wir Zeit hätten dann haben wir keine Energie dafür.

00:07:42: ja und auch weil dieses wie fangen wir eigentlich mit Sex an?

00:07:46: Wie geht sex los?

00:07:47: hat schon ganz viele Erwartungen, Bilder.

00:07:52: Ja das muss möglichst heiß sein.

00:07:54: irgendwelche Serien und Filme suggerieren uns dass wir können es schon gar nicht mehr aushalten Und so ist das halt im realen Leben nicht.

00:08:04: Also das Wort Vorspiel ist total aufgeladen meines Erachtens mit einer Zielorientierung, ich muss da was leisten.

00:08:13: Im besten Fall muss ich sie heiß machen als Mann.

00:08:16: Das ist jetzt so ein bisschen das heteronormative Klassikerkonzept.

00:08:20: Ich muss die heiß machen oder ich muss dafür sorgen dass sie sich fallen lassen kann dafür sorgen, dass sie sich entspannen kann und sie denkt oh er gibt mir jetzt irgendwas.

00:08:33: Er berührt mich, er küst mich.

00:08:34: es muss mich jetzt auch erregen.

00:08:36: sonst ja ich darf nicht zu lange brauchen bis es mich erregt.

00:08:41: das Vorspiel Ja ich will's hier eigentlich auch genießen aber ist dafür auch nicht zu lang dauern.

00:08:46: also da stecken so ja dieses Eigentlich gehts auch gegenseitig irgendwas drumzuleisten Und eigentlich ist das Ziel aber penetrativer sex Und es wird eigentlich oft im Vorspiel geprüft, bin ich schon heiß genug.

00:09:01: Bin ich vielleicht noch nicht heiß genug sozusagen?

00:09:05: Bin ich oh mein Gott bloß nicht zu heiß.

00:09:09: also nicht zu früh kommen steckt ja auch noch so mit drin oder aber auch die Erektion auch nicht wieder verlieren.

00:09:18: So wann ist dann der Zeitpunkt?

00:09:19: Ach jetzt ist die Erektion da.

00:09:21: Jetzt müssen wir auch penetrativen Sex haben, ich spreche hier gerade sehr frei von der Leber weg aber es orientiert sich so ein bisschen das was viel in den Köpfen der Menschen vorhanden ist und dass das in dir auch lebt, ja?

00:09:35: Dass du vielleicht aber auch schon merkst, boah eigentlich will ich das so nicht.

00:09:39: Das stört mich auch irgendwie, das stresst mich auch.

00:09:42: Ich kann mich aber gar nichts so ganz davon los sagen.

00:09:45: Ja diese Idee davon die kann ich nicht einfach ausziehen wie eine Jacke zum Beispiel geht gar nicht und damit leben wir.

00:09:58: Und Hamms auch wirklich würde ich sagen nicht so leicht mit dieser gesellschaftlichen Idee von das Vorspiel gehört irgendwie dazu und so hat es dann vielleicht auch auszusehen bevor es zum eigentlichen Sex kommt.

00:10:13: Und was ich daran eben auch nicht so mag ist, dass es ja auch ein bisschen suggeriert, dass das eigentlich gar nicht so wichtig ist etwas vor dem penetrativen Sex passiert.

00:10:23: Also irgendwie geht es darum beim penetrativer Sex zu landen zwischen welchen Geschlechtern jetzt auch immer sagen wir mal so Alles das davor ist irgendwie auch gar nicht so relevant.

00:10:37: Ja, das ist halt ein Umzu sozusagen und wird damit auch schon direkt so'n bisschen abgewertet.

00:10:45: Und ich sehe aber auch immer wieder Menschen mal in Begleitung die sagen naja Aber dass was eigentlich für mich interessant ist an Sex Das passiert im Grunde im Vorspiel und es penetrative ja das kann Ich dann noch irgendwie auch ganz gut mitnehmen, machen, zulassen wie auch immer.

00:11:00: Aber das finde ich eigentlich gar nicht so spannend.

00:11:02: Gibt's auch!

00:11:03: Ja?

00:11:05: So aber irgendwie suggeriert ja dieses Vorspiel dass das was da passiert eigentlich erst mal gar nichtso wichtig ist.

00:11:11: Das ist ja eigentlich um das geht was danach kommt.

00:11:15: Jetzt machen wir vielleicht ein bisschen auch so einen Abgleich Was denkst du eigentlich was vorspielt und was ist aus meiner beruflichen Perspektive tatsächlich auch die Idee, was Vorspiel ist.

00:11:26: Weil meine private Perspektiv ist sehr weit weg von dem, was gesellschaftlich Vorspiel is'.

00:11:34: Die will ich aber jetzt hier heute gar nicht ausbreiten.

00:11:37: Also das gesellschaftliche gedacht klassisches Vorspielmodell, sagen wir mal irgendwie macht man einander heiß durch verschiedenste Arten von Küssen einander berühren.

00:11:49: vielleicht gehört noch Oralsex dazu.

00:11:51: ja Läcken Blasen, Blowjob könnte man jetzt auch.

00:11:59: dazu sagen mag ich aber auch nicht so das Wort.

00:12:05: Du merkst schon Ich bin auch speziell wenn es dir gefällt bleibt hier.

00:12:09: wenn du merkst ist nichts drehen gerne ab So und dann geht das.

00:12:15: dann geht ja eigentlich die Szenarien noch weiter.

00:12:17: Dann kommt Penetration dann kommt Höhepunkt dann kommt Schlafen entspannen wie auch immer.

00:12:26: Und das, was wirklich viele Menschen ja glauben.

00:12:32: Ich weiß gar nicht ob sie... Die meisten Menschen machen sich auch nicht so viel Gedanken über ihr Sexleben.

00:12:40: Aber es ist oft ein unbewusster Glaube von dass es irgendwie Vorbereitung.

00:12:45: Wir bereiten hier den eigentlichen Sex vor.

00:12:48: Insbesondere bereiten wir unsere Genitalien vor.

00:12:52: Also feucht werden, Erektion bekommen Vielleicht bereiten wir uns auch ein bisschen emotional vor, Lust bekommen aufeinander.

00:13:02: Wobei der Idealgedanke eigentlich ist das Lust schon vorher da ist.

00:13:08: aber bestenfalls steigt die Lust vielleicht auch dann im Laufe des Vorspiels.

00:13:13: also alles wird so irgendwie vorbereitet und es soll bitte auch funktionieren ja?

00:13:21: Also die Genitalien sollen dann bitte auch bereit sein Die Lust soll dann da sein oder eben auch wachsen.

00:13:29: mit zunehmender Vorspieldauer sage ich jetzt mal und es ist alles schon so Ja, eigentlich mit ziemlich viel Erwartungen Verknüpft ja.

00:13:41: Und das ganz wenig.

00:13:43: Oh wir begegnen uns einfach Mal und damit wird's halt sehr Funktional wenig erlebensorientiert wenig erlebnis orientiert wenig auch offen im Ausgang sondern sehr wirklich sehr zielgerichtet.

00:14:01: Oft auch mit einem Druck, der oft eher so innen entsteht.

00:14:07: Manchmal auch im Miteinander weil einer schneller ist als der andere und dann auch sowas da ist.

00:14:13: von ich werde jetzt ungeduldig oder oh ich muss mich jetzt beeilen sage ich jetzt mal ja mein Partner meine Partnerin ist schon viel weiter Ich muss mich beilen.

00:14:23: Und was eigentlich ganz wenig passiert Offenes Wahrnehmen miteinander und von sich selbst, den anderen und sich selbst.

00:14:34: Was auch oft wenig passiert ist die Nervensysteme, die Körper.

00:14:39: ich sage jetzt mal so aufeinander eintunen und wirklich auch anzukommen miteinander.

00:14:45: Sich Zeit zu lassen anzukkommen miteinander.

00:14:50: Da stelle ich jetzt einfach mal die Frage Ja, was wäre denn wenn das Vorspiel wie auch immer es dann auch aussieht?

00:15:00: Gar keine Umzuwähre.

00:15:04: Gar keine Notwendigkeit wäre.

00:15:06: Gar kein Zwischenschritt wäre sondern bereits Teil von Sexualität ist ein vollwertiger Teil von sexualität.

00:15:16: Was wäre dann?

00:15:18: Denke ich gerade ja dann könnten wir einfach nur Vorspiel haben in Anführungszeichen.

00:15:23: nur Könnt man ja sagen, ja gut.

00:15:27: Also Penetration brauche ich heute nicht.

00:15:32: Du auch nicht?

00:15:32: Ah ne dann machen wir... Aber wir würden das da niemals nur Vorspielen nennen oder?

00:15:37: Würden wir das so nennen?

00:15:40: Dann würden wir vielleicht sagen Wir hatten gar nicht richtig Sex.

00:15:42: Ja also ich glaube viele Menschen würden das so Nennen.

00:15:46: Ich weiß nicht ob du dich damit jetzt identifizieren kannst Ob du dich darin findest aber Das ist sowas was ich so Antizipieren würde aufgrund der vielen menschen die ich sehe.

00:15:58: Und mal angenommen, aber Vorspielen ist gar nicht Vorbereitung sondern möglicherweise Begegnung.

00:16:06: Im Best Case kann Vorspiel-Begegnung sein, offener Begegnung sein statt Vorbereitungen.

00:16:17: und da würde ich jetzt sagen ja und Vorspiel beginnt überhaupt nicht im Bett.

00:16:25: Aber wo beginnt es dann?

00:16:27: Ich meine jetzt nicht auf dem Küchentisch oder auf dem Sofa Ja!

00:16:32: das Vorspiel.

00:16:33: Was würdest du sagen, wo beginnt für dich Vorspiel?

00:16:39: Ist es beim Küssen?

00:16:42: ist es beim Ausziehen?

00:16:47: ist es bei der Verabredung zu?

00:16:51: morgen Abend haben wir Sex oder morgen Abend sehen wir uns.

00:16:56: Beginnt da Vorspiel beginnt Vorspiel wenn wir uns vielleicht Blicke zuwerfen, die sagen oh ja.

00:17:10: Hallo!

00:17:12: Ich seh dich und ich mag Dich.

00:17:16: Beginnt da Vorspiel?

00:17:19: Wo beginnt

00:17:20: Vorspiel?!

00:17:25: Und das Interessante ist dass ja wenn wir auf den Körper gucken und mit Körper meine ich Wir sind alles in unses Körper.

00:17:34: Ja ich habe noch nicht so einen interessanten Post gelesen aus einem ganz anderen Kontext dastand Es beginnt nicht im Körper, es beginnt im Hirn oder so.

00:17:43: Wo ich dachte naja aber das Hirn ist ja gehört ja zum Körper.

00:17:48: also So und wenn wir jetzt über Körper sprechen und alles von dir ist körper du kannst kaum etwas von dir auslagern vom Körpers.

00:17:59: Du kannst Vielleicht Momente von bewusst sein erleben wo du glaubst ohne Körper zu sein.

00:18:05: Aber de facto bist du nicht ohne Körper und de facto brauchst Ich glaube, du brauchst schon auch in irgendeiner Form deinen Hirn um bewusst sein erleben zu können.

00:18:15: Da würden mir jetzt vielleicht Menschen widersprechen aber ich will jetzt auch nicht abdriften.

00:18:19: also wir sind Körper und wir gucken vielleicht auf den Körper.

00:18:23: Und unser Körper unterscheidet nicht Leben wie hier gerade einfach Beziehung oder leben wir Sexualität?

00:18:32: Leben wir Alltag Organisation Kindermanagement, womöglich leben wir Haushalt, leben wir Arbeit oder leben wir Sexualität.

00:18:43: Ja das kann unser Körper, der unterscheidet es ja nicht.

00:18:46: Der Körper ist einfach und bewegt sich so durch all diese Dinge die wir so erleben und machen und von ihm vielleicht auch möchten den lieben langen Tag lang.

00:18:57: Und ich spreche ja auch viel über's Nervensystem.

00:18:59: und auch nervensystem ist körper Nervensystem ist ganz viel Körper.

00:19:04: Ja, es auch Hirn, aber Hirn ist eben auch Körper und so kann auch unser Nerven-System nicht trennen zwischen leben wir hier gerade einfach Beziehungsalltag oder Begegnungshalltag?

00:19:17: Oder Organisationsbemborium?

00:19:21: Oder leben wir Arbeit oder leben wir grade Sexualität?

00:19:25: Wir nehmen ja unseren Körper, unser Nervensystem in alles einfach somit rein was halt da ist.

00:19:32: Und deswegen beginnt eigentlich Vorspiel aus meiner Perspektive nicht mal irgendwo.

00:19:40: Ja, ich könnte jetzt vielleicht ein bisschen provokativ sagen.

00:19:43: Vorspiel beginnt nachdem der letzte Sex aufgehört hat.

00:19:50: Da kann Vorspiel beginnen!

00:19:54: Also vielleicht in dem Moment wo man nach dem Sex noch neben einander liegt und vielleicht sich anguckt.

00:20:01: Und einfach nur da liegt, diesen Moment genießt und atmet.

00:20:05: Das gehört irgendwie auf der einen Seite zu dem gerade zu Ende gehenden sexuellen Erlebnis.

00:20:12: Vielleicht ist das auch schon der Beginn von Vorspielen?

00:20:19: Wenn wir dann gucken was ist denn alles da drin?

00:20:23: Also nach dem Sex... Ist vor dem Sex könnte man vielleicht auch sagen Was ist da alles drin an Begegnung, an Beziehungen und eher Kontaktpunkten?

00:20:37: Dann geht es darum wie sprechen wir eigentlich miteinander.

00:20:40: Wie fühlen wir uns miteinander?

00:20:43: Wie sicher fühlt sich vielleicht auch mein Nervensystem mit diesem anderen Menschen, mit mir selber, dem Ort wo ich mich so aufhalte?

00:20:53: Wie viel Raum oder auch wie viel Druck ist da?

00:20:57: Fühl ich mich gesehen.

00:20:59: Wie präsent bin eigentlich ich selber, wie präsente ist mein Gegenüber und wie sehr bin ich auch im Kontakt mit mir selbst.

00:21:07: Mit meinem Körper, mit dem wie es mir geht was ich fühle, was ich denke.

00:21:13: Wie sehr bin Ich damit in Kontakt?

00:21:17: Und all das würde ich sagen gehört zum Vorspiel Ja, das ist nicht... Ach ich werfe dir mal einen zwinkernen Blick zu und bin lesbar sexuell interessiert an dir.

00:21:30: Sondern ja es ist vielleicht auch einfach die Tatsache wie Ich Guten Morgen sage oder Es ist die tatsache Wie ich Vielleicht Anrufe Zwischendurch Und frage wie geht's dir?

00:21:44: Oder Es ist Die tatsachen wie ich eine Nachricht schreibe und sag hey heute wirds ein bisschen später X Y, ich freue mich auf dich.

00:21:56: Ja?

00:21:59: All das ist irgendwie Vorspiel!

00:22:00: All das trägt dazu bei wie wir uns fühlen im Miteinander, wie wir unsere Beziehungen miteinander erleben und wie wir das Gefühl haben wie wir auftauchen dürfen als wir selber, vielleicht auch das Gefühl habe wie unser Gegenüber auftaucht als er oder sie selber.

00:22:20: Wir können alles nicht getrennt voneinander Sortieren.

00:22:26: Ja, unser Nerven-Syske-Theme kann das nicht trennen und unser Körper kann es nicht trenn.

00:22:33: So ein ganz konkret wird's natürlich bei so Beispielen wie ach wir haben uns am Nachmittag gestritten ja und der Körper sagt abends nö Ich bin jetzt mal heute verschlossen oder wir hatten vielleicht ein ganz liebevolles aufmerksames Gespräch tagsüber.

00:22:49: Das muss ja vielleicht auch gar nicht lang gewesen sein aber so einen wirklich moment von wahrhaftiger Begegnung, so da wird der Körper vielleicht abends weich und offen.

00:23:00: Vielleicht habe ich den ganzen Tag auf der Arbeit super Stress gehabt, hab mich nach Hause gestresst.

00:23:07: Da hat mich vielleicht auch noch irgendwas erwartet was eigentlich auch Stress weiter verstärkt hat statt Abgebohrt.

00:23:12: Da habe ich dann keinen Zugang zu Lust möglicherweise.

00:23:17: Hatte einen Tag an dem es mir gelungen ist Zwischendurch vielleicht immer mal wieder in kleinen Momenten auch da zu sein, vielleicht sogar meinen Körper zu spüren.

00:23:26: Vielleicht den nach Hause Weg fünf Minuten länger dauern zu lassen als gewöhnlich.

00:23:32: Ja, vielleicht ist dann abends auch mehr Öffnung möglich.

00:23:36: Also das hängt alles miteinander zusammen!

00:23:44: Und deswegen, finde ich macht es so viel Sinn vor Spiel gar nicht so sehr als etwas Sexuelles zu denken.

00:23:50: Wenn wir dann bei diesem Begriff bleiben wollen eigentlich wäre ich dafür wir schaffen diesen begriff ab Ich habe aber auch keinen Alternativen.

00:23:58: richtig geilen neuen Begriff.

00:24:03: So ich würde sagen ich schlag dir was vor und ich würde das nennen gemeinsames ankommen.

00:24:14: Da gnurte die die eigentlich hier gerade schläft Plötzlich.

00:24:20: Ja, gemeinsames Ankommen und auch ohne dass ich schon Lust haben muss zum Beispiel ja also Ich kann anfangen gemeinsam miteinander anzukommen Und dabei kann ich vielleicht in einen Zustand kommen der überhaupt erst Lust ermöglicht weil Vielleicht ist vorher an lust gar nicht zu denken.

00:24:46: und den Denkfehler denen ganz viele Menschen machen ist diese Selbstbeobachtung von, so wie ich mich gerade fühle, fühle ich mich überhaupt nicht lustvoll.

00:24:57: Also gehe ich auch mal der Sexualität vielleicht eher aus dem Weg oder ich zettel sie zumindest nicht an und ich sende keine Signale, dass das heute noch eine gute Idee wäre.

00:25:12: Und wenn wir uns aber erlauben, erst einmal miteinander anzukommen, währenddessen mit uns selbst anzukomen... und überhaupt so einen Raum zu betreten, der sagt ich fahre grad ein bisschen runter.

00:25:26: Ich fang an mich zu entspannen.

00:25:28: Ich merke oh es ist alles gut.

00:25:30: ja wo ich hier gerade bin Es ist erstmal alles da in diesem Moment was ich grade brauche.

00:25:36: So dann hat der Körper das ganze System hat auch das Nervensystem Kapazität Lust zu empfinden oder Lust entstehen zu lassen.

00:25:50: ja, vielleicht auch lustfördernde Dinge anfangen miteinander auszutauschen.

00:25:57: Ja also vielleicht ist es auch um ich sage jetzt mal Vorspiel zu starten gar nicht notwendig dass überhaupt schon Offenheit für Sexualität da ist.

00:26:09: Ich kann sich das entwickeln aber ganz sicher eher wird es sich entwickeln wenn es einen Raum gibt in dem wir miteinander ankommen können und offen miteinander schauen können, was möchte sich denn jetzt hier heute gerade öffnen?

00:26:24: Wofür möchten wir uns öffnend.

00:26:28: Auch nicht ach Wir kommen mal miteinander an zehn Minuten damit wir dann mit dem Vorspiel sozusagen starten wie wir es immer machen so meine ich das nicht sondern ist es irgendwie ein.

00:26:39: ach wir kommen miteinander an über fechten beieinander liegen einfach kuscheln über ein gutes Gespräch dass wir führen zehn Minuten, also aber gutes Gespräch im Sinne von sich wirklich auch mitteilen zeigen fragen interessieren in dem Moment für das was da ist.

00:27:02: So und dann so schauen okay entwickelt sich das hier in eine Richtung wo vielleicht auch nähere Körperlichkeit auftauchen möchte.

00:27:12: ja Vielleicht machen wir auch irgendwas miteinander, wo wir merken... Wir kommen so ein bisschen vom Kopf in den Körper.

00:27:22: Wir kommen vielleicht aus der Anspannung raus.

00:27:25: Ja, wir kommen eher in Kontakt mit uns selbst, auch mit dem Gegenüber.

00:27:32: Wir können vielleicht aus so einem Funktionieren eher in so einen Erlebensmodus.

00:27:37: Wir schaffen es irgendwie aus dem Alltag so'n bisschen Ja, ich sag mal aus dem Überlebensmodus aufzutauchen und eher in so einen Seinsmodus reinzukommen.

00:27:48: Und das ist alles nicht schwarz-weiß oder ein einfacher Schalter sondern das sind ganz sicher Zustände.

00:27:55: ja, indem wir so unterwegs sein können.

00:28:00: Aber ich bin eben schon auch überzeugt davon dass Vorspiel sein kann Wir erlauben unserem Körper unseren Nervensystem überhaupt erstmal anzukommen und mitzukommen.

00:28:13: Und überhaupt nicht die Frage, wie mache ich denn jetzt den anderen heiß?

00:28:17: Oder ja...wie sorge ich dafür dass jemand Lust auf Sex bekommt?

00:28:22: sondern Wie begegnen wir uns eigentlich.

00:28:25: Wie Begegnet Wir Uns Eigentlich So?

00:28:30: und damit sind wir schon auch irgendwie sehr nah dran an der frage Wo beginnt Denn Dann Sex?

00:28:37: Ja also wenn Ich Jetzt habe ich ja gerade gesagt So dieses Miteinander an kommen noch viel kleiner denken als Vorspiel.

00:28:51: Und dann ist ja vielleicht auch die Frage, wo sind die Übergänge?

00:28:56: Oder wo sind diese Grenzen?

00:28:59: Da hört das eine auf und da fängt das andere an.

00:29:01: Weil man könnte fast sagen, wann schlägt vorkommt miteinander an... Jetzt hat sie schon gesagt, macht es nicht so als Idee von vor dem Vorspiel und dann das eigentliche Vorspiel was wir immer machen So, dann könnt sich ja auch schnell die Frage stellen was machen wir denn dann?

00:29:18: Also angenommen Oralsex ist jetzt zum Beispiel nach deiner aktuellen Vorstellung.

00:29:27: Vorspiel eigentlich ist es Vorspiel kann man jetzt sagen naja gut dann ist vielleicht kuscheln könnte miteinander ankommen sein.

00:29:34: jemand anderes würde das aber sagen ach kuschelt für mich eigentlich.

00:29:37: auch wenn zumindest ein bisschen erotischer wird ist für mich actually vorspiel.

00:29:44: ich würde sagen Kuscheln Wenn es ein bisschen erotischer ist, ist für mich Sex.

00:29:53: Ist für mich eine Form von Sex?

00:29:55: Ist für nicht Vorspiel?

00:29:58: Ist vielleicht auch eine Form voneinander ankommen?

00:30:02: Kann sein!

00:30:04: Und da wird's interessant.

00:30:13: Wahrscheinlich sind sich alle einig... dass penetrativer Sex Sex ist würde ich jetzt mal davon ausgehen.

00:30:23: Ich glaube, ganz viele Menschen würden sagen ja Oral-Sex ist auch Sex.

00:30:27: Ja, Oralsex ist nicht notwendigerweise in Anführungszeichen nur Vorspiel.

00:30:32: Oral sex kann auch einfach Sex sein und es gibt ganz sicher Menschen die würden sagen, ja kuscheln das Vorspiel.

00:30:40: uns gibt Menschen die sagen ne Kuscheln ist halt Kuscheln!

00:30:47: Und was ist denn Blickkontakt?

00:30:49: Ist Blickkontokt Vorspiel oder ist es Sex?

00:30:54: Blickkontakt kann auch total Sex sein.

00:30:58: Blickkontoakt kann aber auch einfach sein, wir kommen miteinander an und ich glaube Blickkontaakt könnte auch Vorspiel sein.

00:31:09: was es Sehnsucht haben und vielleicht einfach eine Nachricht schicken.

00:31:14: ist das Vorspiel?

00:31:16: Ist das Miteinander Ankommen?

00:31:19: Ist es Sex?

00:31:21: Was ist gemeinsames Lachen Kochen Essen?

00:31:28: Istes Vorspiel?

00:31:30: Wo würden wir sagen, ein Gespräch wird Sex?

00:31:34: Was sind die Kriterien damit etwas Sex ist.

00:31:38: Wirklich Sex und du merkst schon ich gehe das hier so ziemlich als Frage durch einen.

00:31:49: gibt dir das einfach so entgegen weil ich kann es dir ja auch nicht sagen Ja Ich kann dir nicht sagen was für dich Sex ist.

00:31:55: ich kann dir sagen was Für mich Sex ist Und ich Kann Dir Sagen angezogen, miteinander... ich sag jetzt mal auf dem Sofa einfach die Becken aneinander reiben.

00:32:12: Das kann für mich total Sex sein!

00:32:17: Das kann sich auch wirklich anfühlen wie Sex.

00:32:20: Ja ohne dass jemand nackt ist, ohne das ein Penis in der Vagina ist, kann sich das anfüllen wie Sex.

00:32:27: und es kann aber eben auch, wie ich das gerade schon sage, das kann auch einfach so einen Miteinander ankommen sein.

00:32:35: Mit einer Ankommen könnte natürlich auch sein, einfach so aneinander aufeinander zu liegen.

00:32:42: Vielleicht sogar die Augen zu haben nicht mal zu küssen.

00:32:49: Vielleicht die Hände auch ganz still, einfach haltend irgendwo abzulegen am eigenen oder anderen Körper zu atmen und zu spüren.

00:33:00: das könnte für mich Ankommen sein.

00:33:05: Und es könnte aber so ähnlich auch passieren beim Sex.

00:33:09: ja also Vielleicht als kleiner Moment des Innehaltens.

00:33:16: ist das dann ein Zwischenspiel?

00:33:19: I don't know.

00:33:30: Und das, was sich verändert ja ist wenn wir anfangen das mit dem Vorspiel ein bisschen offener zu sehen Ist es auch passieren kann dass vielleicht manche Momente gar nicht in Sex im Sinne von penetrativen Sex enden müssen.

00:33:52: Das kann sich so weit transformieren, dass wir irgendwann anfangen Dinge die wir vielleicht früher mal als nur Vorspiel erachtet haben.

00:34:03: Irgendwann als ganz für sich selbstständig stehenden Sex erleben können Dass wir nicht das Gefühl haben.

00:34:12: ah da muss jetzt noch was daraus entstehen.

00:34:15: währenddessen Ja dass ich gar nicht so richtig da bin sondern eigentlich schon beim nächsten Kann das eben passieren, dass wir irgendwann merken jetzt bin ich aber richtig da?

00:34:27: Es geht gar nicht darum noch irgendwo anders hinzukommen.

00:34:30: Ich bin schon da Ja weil ich eher begegne als vorbereite und wenn Menschen das gelingt so ja Schritt für Schritt los zu lassen dieses Wir müssen jetzt irgendwohin wir müssen ankommen dann müssen wir vorbereiten.

00:34:53: Viele überspringen ja das Ankommen.

00:34:54: Viele denken, dass Vorbereiten reicht und dann fühlt sich einer nicht bereit fürs Vorbereitungen und dann weiß keiner mehr weiter sozusagen.

00:35:04: Ich würde eben sagen es startet beim Ankommen und dann darf es sich entwickeln und das sorgt für Entspannung.

00:35:12: Das sorgt auch oft für Ehrlichkeit miteinander, für Raum der Freiheit beinhaltet, der Leichtigkeit beinhaltet, sorgt für Wahrnehmen und Erleben.

00:35:23: Und es sorgt eben auch für jede Menge Möglichkeiten sich selbst und einander auch noch mal anders zu entdecken, wenn wir vielleicht auch mal dieses Konzept von Vorspielen miteinander streichen für ein paar Wochen.

00:35:38: Wir dürfen alles machen nur nicht genau diese Choreografie.

00:35:41: Könnt jetzt mal so eine Idee sein!

00:35:47: Man darf das auch spielerisch angehen – nicht dogmatisch, spielerosch.

00:35:50: Und es passt vielleicht auch nicht zu jedem.

00:35:52: dieser Vorschlag aber kann man machen, kann man wirklich machen.

00:35:58: Und was eben als Folge dann auch passieren kann, ist dass wir weniger Druck empfinden.

00:36:02: Dass wir weniger das Gefühl haben Wir funktionieren und spulen es auch irgendwie so ab mit dem Sex.

00:36:08: Ja, wir haben vielleicht stattdessen echte Lust Echte, echte, echte lust.

00:36:13: Wir haben ja Freiheit Vielleicht auch mehr Sicherheit miteinander Mit uns selbst Mehr Offenheit für das was passiert.

00:36:22: Vielleicht haben wir auch einfach mehr Körperkontakt Vielleicht fühlen wir uns auch präsenter.

00:36:31: Und ich bin schon ziemlich überzeugt davon, dass viele Menschen gar nicht so scharf drauf sind auf diese Idee von einander heiß machen oder einander irgendwie... ja im wahrsten Sinne des Wortes halt wirklich so einander vorbereiten.

00:36:58: Also vielleicht bereite ich Essen vor?

00:37:00: Ja dann... Wie ist es auch meine Innenwelt und mein Worthing, dass ich so denke bei vorbereiten.

00:37:09: Das muss ich noch vorbereiten.

00:37:11: ja also Ich weiß nicht ob viele Menschen sagen würden vorbereiten das finde ich richtig toll.

00:37:17: Ja das hat für mich was richtig schönes Essen vorbereiten dass ich bereite schon mal das Gemüse vor dann wasche ich das und schneide das vielleicht ja in die Stücke denn dies haben will.

00:37:33: wenn ich jetzt an kochen denke Dann würde ich sagen ach dann koch' ich.

00:37:40: Aber eigentlich gehört ja, dass Gemüseschnibbeln auch schon zum Kochen dazu.

00:37:49: Also meiner Erfahrung nach wollen viele Menschen eben nicht heiß werden sondern sie wollen sich vielleicht verbunden fühlen, lebendig fühlen.

00:37:59: Sie wollen sie vielleicht überhaupt fühlen.

00:38:01: Ja, sie wollen ihren Körper vielleicht fühlen.

00:38:04: Ich bin da!

00:38:05: Ja ich bin noch im Job oder bei den Kindern beim Einkauf, sondern ich bin wirklich da.

00:38:13: Ich bin vielleicht auch sicher und ich bin weich, ich bin offen, ich kann dir begegnen, ich mag dich wahrnehmen, ich habe auch noch Kapazität, dich wahrzunehmen.

00:38:24: Ja das wollen eigentlich Menschen spüren!

00:38:29: Und dann ist die Frage gar nicht mehr so interessant wie lang ist denn eigentlich das Vorspiel was wir machen?

00:38:36: Und was machen wir da?

00:38:37: alles, damit wir möglichst gut vorbereitet sind auf den penetrativen Sex?

00:38:40: Sondern vielleicht geht es dann viel mehr darum dass wir Ja wieder wissen wie können wir wirklich in Begegnung kommen miteinander mit uns selbst.

00:38:49: Wie können wir unser unseren Körper mitnehmen in all das?

00:38:53: wie können Wir Das auch miteinander wirklich erleben?

00:39:01: ja und einen raum aufmachen für sexualität?

00:39:11: ja und ich wünsche mir so ein bisschen dass dieses Wort Vorspiel irgendwann, das wird es nicht mehr brauchen.

00:39:21: Ja, das wäre... Das wo wir sagen würden, da habe ich gemerkt, jetzt war ich richtig offen.

00:39:31: Da hatte ich Lust, vielleicht noch tiefer in Kontakt zu gehen.

00:39:35: Das würde ich nicht sagen.

00:39:36: ja, das Vorspiel war gut und deswegen geht's jetzt oder deswegen bin ich da jetzt so sondern, dass wir einfach merken die Begegnung war gut oder die Begeeignung ist gut Ah, und jetzt merke ich, ich öffne mich.

00:39:50: Oh ja vielleicht öffnet sich auch sogar meine Vulva, meine Vagina... Ja der Penis öffnete sich nicht.

00:39:57: so, er zeigt sich dann vielleicht eher fängt irgendwie an zu drücken, zu spannen, zu wachsen, zu pulsieren.

00:40:09: wie auch immer Ich habe ja keinen.

00:40:10: deswegen kann ich es mir immer nur vorstellen Und gut zuhören wie Männer das beschreiben.

00:40:17: Ja, das wünsche ich mir.

00:40:18: Dass wir eigentlich das Wort Vorspiel überflüssig machen und merken Wir sind in Begegnung und wir haben dann sozusagen Interesse daran, einander noch näher zu kommen.

00:40:37: Und jetzt ist der Moment wo ich nach der Podcastfolge mich zurücklehne und einmal denke Gott was habe ich hier alles erzählt gerade und gleichzeitig aber finde dass es auch ganz gut und passend ist.

00:40:53: Ich habe schon gesagt, ich schaffe auf gar keinen Fall alles auszubreiten was wir über Vorspiel thematisieren könnten.

00:41:02: Ich hab jetzt gar nicht gesprochen über Spannung-und Endspannungen zum Beispiel in diesem Zusammenhang.

00:41:10: Ja du merkst, ähm...ich mach das jetzt noch nicht auf aber du merkest es ist noch Raum dafür jede Menge mehr Und vielleicht kennst du das eben auch ja dass du dir eigentlich mehr wünschen würdest, Sex zu erleben oder dass du selber auch Sex irgendwie startest.

00:41:32: Oder das dein Gegenüber Sex startet und vielleicht ist aber eigentlich, vielleicht seid ihr noch gar nicht miteinander angekommen?

00:41:41: Dann gibt euch diesen Raum um miteinander anzukommen unabhängig von wo fängt Sex an, wo.

00:41:49: halt Vorspiel auf Ja!

00:41:53: Und damit entlass ich dich oder überlasse dich Wieder dir selbst.

00:42:00: Ich freu mich, dass du da bist in dieser Podcast-Folge.

00:42:05: Ich freue mich, das du wiederkommst und vielleicht die Folge auch weiter empfehlt sein Menschen, die auch interessiert seien könnten.

00:42:20: Nahrlich hat mir auch jemand erzählt er hätte mit einem Familienmitglied über den Podcasts und irgendwie die Arbeit mit mir gesprochen so wie ich dachte.

00:42:33: es ist so schön.

00:42:34: Es ist so schön, wenn wir über die Dinge sprechen, die wir mögen und uns gut wohnen.

00:42:41: Auch in Bezug auf Sexualität auch mit Menschen, mit denen wir jetzt keinen Sex haben.

00:42:49: Okay!

00:42:50: Du lieber Mensch Dann wünsche ich dir jetzt einen ganz schönen feinen weiteren Tag Mit jeder Menge Ankommen bei dir selbst und dem Miteinander Und mit der Menge an Sex, die du dir wünscht.

00:43:09: Sag mal bis zum nächsten Mal.