Ich glaube, wir sind viel zu hart mit uns
Shownotes
Kennst du diese Momente, in denen dein Körper nicht so mitmacht, wie du es dir wünschst? Du bist krank, müde, erschöpft oder einfach nicht so leistungsfähig, wie du gerne wärst, und plötzlich wirst du hart mit dir selbst. Genau darüber spreche ich in dieser kleinen, aber persönlichen Podcastfolge.
Ich nehme dich mit in Gedanken, die mich gerade selbst begleiten: Warum fällt es uns oft so schwer, freundlich mit uns zu sein? Weshalb verlangen wir von unserem Körper so häufig, dass er funktionieren soll? Und warum begegnet uns genau diese Härte auch in unserer Sexualität, in Beziehungen und im Alltag?
Diese Folge ist ohne großes Konzept entstanden - mitten aus dem Leben. Vielleicht gerade deshalb lädt sie dazu ein, für einen Moment innezuhalten und dir selbst mit etwas mehr Freundlichkeit zu begegnen. Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.
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Alles Liebe, Yvonne
Transkript anzeigen
00:00:01: Hey und herzlich willkommen!
00:00:04: Ich freue mich wirklich sehr, dass du heute wieder da bist.
00:00:08: Und ich möchte ganz ehrlich mit dir sein... Diese Folge entsteht so ein bisschen mitten aus dem Leben.
00:00:32: Gleichzeitig ist mir etwas aufgefallen, was ich ja durch das Erkältetsein einfach nochmal bemerkt habe und was auch etwas mit Sexualität mit Beziehung mit Begegnungen zu tun hat.
00:00:45: Und Ja, ich hab ja eh auch den Wunsch, den Podcasts wöchentlich für dich hier einfach bereitzustellen und Das trifft sich gut Genau.
00:01:02: Denn mir ist wirklich aufgefallen gestern nochmal auch heute.
00:01:09: Wie schnell wir als Menschen, ich glaube du genauso wie ich, vielleicht gibt es Menschen die das nicht machen aber ich sehe es eigentlich bei vielen Klientinnen und Klienten, wie wir alle hart mit uns werden wenn unser Körper nicht das tut was wir eigentlich gerne hätten.
00:01:34: Also zum Beispiel wenn wir krank sind, ja also auch wenn es nur so eine banale Erkältung ist wie ich jetzt habe.
00:01:40: Wenn wir vielleicht müde sind, wenn wir auch irgendwie erschöpft sind ob's jetzt mental ist emotional oder auch körperlich erschöpt sind... ...wenn wir vielleicht nicht so leistungsfähig sind wie wir das uns eigentlich gerade wünschen würden.
00:01:55: Wenn mir vielleicht das Gefühl haben Wir müssten doch eigentlich jetzt funktionieren Ja dann tauchen Ganz oft irgendwie so Gedanken auf wie oh das passt jetzt überhaupt gar nicht.
00:02:07: Jetzt reist ich doch vielleicht mal zusammen, ja es geht schon irgendwie... Es müsste doch jetzt auch langsam gut sein, du hast dich jetzt genug erholt oder sowas wie.
00:02:21: ich wollte es doch aber lieber so haben.
00:02:23: oder ich wollte heute dieses oder jenes noch erledigen oder schaffen oder ich habe mich sehr darauf gefreut.
00:02:32: Und vielleicht kennst du auch dieses subtile Gefühl, dass dir dein eigener Körper dann auch irgendwie – ich sag jetzt mal so im Weg ist.
00:02:43: Dass der nicht mitmacht!
00:02:45: Dass er nervt oder das du genervt bist von deinem eigenen Körper und... Ich erlebe das bei ganz vielen Klienten und Klientinnen von mir, dass es das gibt in ganz verschiedenen Ausprägungen.
00:03:00: Und auch Intensitätsgraden.
00:03:02: Und ich kenne das auch von mir selber.
00:03:04: Ja?
00:03:05: Und ich glaube diese Härte die wir manchmal auch mit uns selber erleben, die gibt's gar nicht nur wenn wir krank sind oder der Körper an welche ganz großen wilde Sachen macht sondern die begegnet uns auch mal wieder im Kleinen Vielleicht in ganz subtilen Momenten und sie begegnet uns eben auch in der Sexualität.
00:03:30: Sie begegnete uns, glaube ich wenn wir zum Beispiel denken Wir müssten doch jetzt Lust haben.
00:03:35: ja warum auch immer?
00:03:36: weil der moment eigentlich gut ist Weil vielleicht jetzt endlich mal Zeit ist oder weil wir uns verabredet haben Und wir uns doch auch eigentlich drauf gefreut haben Vielleicht auch wenn Erregung nicht so kommt wie wir sie gerne hätten wenn wir so denken Ich müsste doch schon viel erregter sein oder das, was hier gerade passiert ist.
00:03:58: Müsste mich viel mehr erregen?
00:04:00: Oder vielleicht auch wenn Erregung wieder zusammenfällt oder sich wieder verabschiedet die grad noch da war Ja dass wir dann auch so merken oh ey Wieso denn?
00:04:11: Hättest du jetzt nicht einfach so weitergehen können liebe Erregungen.
00:04:17: Wenn mir vielleicht glauben unser Körper müsste anders reagieren ja vielleicht mehr spüren, überhaupt spüern.
00:04:26: Es müsste sich irgendwie intensiver anfühlen oder wir müssten doch vielleicht entspannter sein oder offener sein oder uns besser einlassen können oder all solche Dinge.
00:04:37: Ja, vielleicht auch wenn wir anfangen uns zu vergleichen mit anderen Menschen und mit Bildern aus den Medien.
00:04:44: Vielleicht auch mit einer früheren Version von uns selbst ja wo wir vielleicht mal... Wo uns auch irgendwas leichter gefallen ist Wo wir anders aussahen, auch das erlebe ich ganz häufig in meinen Begleitungen.
00:04:58: Dieses Vergleichen des eigenen Körper hat eine große Rolle spielt.
00:05:05: oder wenn wir uns einfach innerlich irgendwie dafür verurteilen dass etwas gerade nicht so funktioniert wie wir uns das wünschen Wenn irgendwas nicht klappt wie wir es eigentlich gerne hätten oder uns vorgestellt haben vielleicht auch von uns kennen.
00:05:23: Vielleicht haben wir das gar nicht schon mit großem Druck irgendwie aufgebaut, aber wir kennen uns anders und plötzlich haben wir darauf aber keinen Zugriff mehr und vielleicht verurteilen wir uns dafür ein Stück weit oder bewerten uns dafür oder glauben.
00:05:42: Das müsste doch jetzt auch uns damit anders gehen.
00:05:45: ja dass wir so vielleicht unvermittelt uns anders fühlen, als anders erleben.
00:05:52: Als wie wir vielleicht der womit wir gerechnet haben.
00:05:59: und dabei frage ich mich schon auch immer wieder mal aber natürlich jetzt gerade nochmal was werden eigentlich wenn mir genau in diesen momenten wo wir so hart mit uns wären so bewertend mit uns während vielleicht sogar echt schneidend oder verurteilen mit uns werden Wenn es uns da gelingen würde, weicher mit uns zu sein, freundlicher mit uns to sein, wärmer mit uns.
00:06:28: Ja nicht nachlässig und selbst verarschen und irgendwas schön reden auch nicht gleichgültig oder so mäßiges abzutun im Sinne von ach ist doch eh egal sondern wirklich freundlich ja wirklich warm und zugewandt und vielleicht akzeptieren vielleicht auch interessiert freundlich zugewandt.
00:06:55: Wenn wir unserem Körper dann eben nicht sofort sagen würden, was er vielleicht anders oder besser oder ja bitte wie immer machen müsste sondern wenn wir ihn vielleicht erstmal fragen herwie geht es dir eigentlich gerade?
00:07:11: Oder was brauchst du grade?
00:07:14: Oder wonach ist ihr gerade?
00:07:19: Na ja vielleicht beginnt Für Sorge für uns selber und auch bei uns selbst sein und sie eben nicht verlassen.
00:07:27: Genau dort, ja?
00:07:28: Und nicht erst oder nur da wo alles leicht ist, wo das Leben läuft sondern eben genau in diesen Momenten wo wir irgendwie merken dass da gerade was nicht so läuft wie wir es gern hätten.
00:07:45: Ich merke das eben gerade selbst.
00:07:46: ja wie gut es mir tut mit meiner Erkältung die Ich auch wirklich nicht toll finde, die mir eigentlich gar nicht so sehr in meinen aktuellen Moment passt.
00:08:01: Aber wie ich da auch wirklich so merke es bringt gar nichts, sie haben mir zusätzlich Druck zu machen oder mich dafür innerlich zu bewerten oder zu glauben, ich hätte irgendwas vielleicht anders handhaben müssen um nicht erkältet zu sein Vielleicht jetzt auch mich zu bemühen, möglichst schnell wieder mich normal zu fühlen.
00:08:22: So und dann auch irgendwie hinten rum noch so einen komischen Druck aufbauen.
00:08:26: Die Erkältung ist jetzt eh da!
00:08:29: Und wieso sollte ich da auch noch mit Härte sozusagen mir selber begegnen?
00:08:35: Vielleicht ist es viel ratsamer zu schauen okay wo kann ich mich wirklich heute zurücklehnen vielleicht auch nicht nur heute abgeben Nichts tun.
00:08:50: Das ist das, was ich gerade brauche um mein Körper diese Erreger beseitigen zu lassen sozusagen.
00:09:02: Dass ich ihn nicht anderweitig groß beschäftige und sich habe sie grad auch sehr gemütlich wo ich mit dir spreche zu dir sprecher Und vielleicht magst du einfach so in deinen heutigen tag diese eine frage mitnehmen Wo du Nur heute, nur heute.
00:09:20: Ob du erkältet bist oder ob es dir ganz normal geht, ob du vielleicht einfach beeinträchtigt bist auch ein bisschen davon dass es so warm ist draußen oder was auch immer dich gerade beschäftigt.
00:09:31: Ob Du einfach auch heute und wo Du einfach heute ein kleines bisschen freundlicher mit Dir selbst sein könntest.
00:09:38: Ein kleines Bisschen weicher, ein Kleines bisschen wärmer nicht perfekt Nicht für das ganze nächste Jahr sondern einfach nur in dem Moment Heute.
00:09:49: Und vielleicht gibt's was, wo du auch merkst, ah ja doch da bin ich hart mit mir und da würde mir eigentlich Freundlichkeit mit mir gut tun Auch wenn ich gar nicht immer so genau weiß wie es gehen soll.
00:10:08: Ja Ich wünsche dir dass du diese Freundlichkeit Mit dir selbst schenkst sie dir erlaubt Dir freundlich begegnest ohne dass es perfekt sein muss.
00:10:40: Vielleicht hast du einen ersten Impuls, wie das aussehen könnte was freundlich wäre dir selbst gegenüber an dieser Stelle mit diesem Thema in dieser Situation was auch immer da ist.
00:10:56: ja ich wünschte das.
00:11:00: Danke, dass du die paar Minuten mit mir geteilt hast.
00:11:03: Meiner verschnupften Stimme zugehört hast.
00:11:06: Die ist auch gerade besonders hart weil ich eben noch einen Apfel gegessen habe, der das Ganze irgendwie verschlimm besser hat.
00:11:15: und ja... Ich würde sagen damit hören wir uns vielleicht auch schon ganz bald an anderer Stelle wieder!
00:11:22: Ich freue mich drauf.